Notare zahlen über gefordertem Mindestlohn

Für Angestellte in Notariatskanzleien ist ein Mindestlohn von Euro 1000 kein Thema

Wien (OTS) - Ein Mindestlohn von 1000 Euro pro Monat für vollzeitarbeitende Dienstnehmer ist in Notariatskanzleien längst Realität. Dies stellt Dr. Klaus Woschnak, Präsident der Österreichischen Notariatskammer, fest. "Vorwürfe, die Notare würden weniger bezahlen, kommen immer wieder. Bereits im April 2004 hat die Notariatskammer erhoben, dass lediglich 2% aller Notariatsangestellten unter Euro 1000 monatlich bezahlt bekommen."

Woschnak weist darauf hin, dass Mitarbeiter in Notariatskanzleien qualifizierte Arbeit zu leisten hätten. Um weniger als Euro 1000 bekomme man dafür heute, im Jahr 2007, längst keine Angestellten mehr. Das Notariat habe dazu weder Zurufe von außen noch einen "Generalkollektivvertrag" nötig.

Die österreichischen Notarinnen und Notare beschäftigen in den 478 Kanzleien rund 2600 Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer. Zwei Drittel davon sind Vollzeitarbeitskräfte, ein Drittel Teilzeitmitarbeiter. Dieser Umstand zeigt weiter, dass in Notariatskanzleien den Bedürfnissen der Arbeitnehmer entgegen gekommen wird. Dies gilt auch für strukturschwache Gebiete, wo das Notariat seinen Beitrag zur Sicherung von qualifizierten Arbeitsplätzen leistet. Außerdem unterstützen rund 370 Notariatskandidatinnen und Notariatskandidaten mit Universitätsabschluss die Arbeit der Notare.

Notariatsangestellte müssen für ihre verantwortungsvolle Aufgabe besonders ausgebildet werden. Dies geschehe in den Notariatskanzleien, so Klaus Woschnak. Außerdem biete die Notariatsakademie Mitarbeiterkurse für Einsteiger und fortgeschrittene Notariatsangestellte an. Die Ausbildungskosten würden, so Woschnak, von den Notaren getragen.

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