- 15.01.2007, 10:56:40
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"Attraktive Schiene durch innovative Forschung"
Bollmann: Vorsprung der Schiene als umweltfreundlicher Verkehrsträger - Expertenworkshop "ISB - Innovatives System Bahn" am 15. und 16.1. in der WKÖ
Wien (PWK026) - "Frische Ideen und Innovationen erhöhen die
Attraktivität des Schienenbereiches", so Harald Bollmann, Obmann der
Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ, heute, Montag,
anlässlich der Eröffnung des zweitägigen Expertenworkshops "ISB -
Innovatives System Bahn" in der WKÖ, bei dem sich Teilnehmer aus
Wissenschaft und Praxis über jüngste Forschungsergebnisse in der
Branche informieren.
"Zu wenig bekannt ist sicherlich, dass die heimischen
bahntechnologischen System- und Zulieferfirmen zu den bedeu¬tendsten
und innovativsten Wirtschaftsbereichen Österreichs zählen (F&E Quote
von über 8,5 Prozent). Die enorme Exportleistung trägt zur Sicherung
des Wirt¬schaftsstandortes Österreich bei. Bedenkt man, dass
gegenwärtig der Anteil der erweiterten österreichischen
Bahntechnikindustrie an der europäischen Produktionsleistung dieses
Sektors etwa 7 Prozent erreicht (während Österreich allgemein bei
etwa 2 Prozent an der gesamteuro¬päischen Industrieproduktion liegt,)
so wird die wirtschaftliche Bedeutung verständlich, hob Bollmann
hervor.
Die heimische Bahnindustrie beschäftigt mehr als 10.000
Mitarbeiter in technologisch anspruchsvollen exportorientierten
Unternehmen. Zumeist werden Kompetenzzentren in Österreich betrieben
und weiter ausgebaut (auch innerhalb internationaler Konzerne). "Die
Branche ist im internationalen Vergleich überdurchschnittlich gut
unterwegs. Jede auf die Branchenbedürfnisse zugeschnittene
F&E-Förderung ist damit eine gute Investition in die Zukunft", so
Bollmann.
Wesentlich im Bereich der Bahntechnologien sei jedenfalls stets
das Vorhandensein innovativer Partner aus dem Bereich der
Eisenbahnverkehrsunternehmen, da innovative Systemlösungen am
internationalen Markt nur unter Vorweis funktionierender
Referenzsysteme platziert werden können.
In den zwei Ausschreibungen (2002 und 2004) in dem vom
Verkehrsministerium initiierten Impulsprogramm ISB wurden insgesamt
40 Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 8,2 Millionen Euro
unterstützt. Durch die Förderung von 131 Projektpartnern konnten
zusätzliche direkte F&E-Ausgaben von knapp 10 Millionen Euro
induziert werden. Nach diesen zwei Ausschreibungen wurde die
Forschungsförderung für ISB in eine antragsorientierte Förderung
umgewandelt und in die Österreichische
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) übergeführt. Für die Jahre
2005 und 2006 wurden Sondermittel in der Höhe von 1,5 Millionen Euro
für ISB-Begleitmaßnahmen empfohlen. Diese Mittel sollen zusätzlich
für Maßnahmen zur Verfügung gestellt werden, um Aktivitäten im
"System Bahn" zu unterstützen, die durch eine
"bottom-up"-Projektförderung nicht berücksichtigt werden.
In den ISB-Begleitmaßnahmen wurden in den zwei Jahren insgesamt 31
Projekte eingereicht. Darüber hinaus wurden acht Studien mit
bahnrelevanten Themen beauftragt.
Mit dem Programm ISB konnte neben der Förderung von Projekten auch
ein wesentlicher Beitrag zur Vernetzung der Forschung zwischen
Industrie und Bahnbetreibern geleistet werden und damit der
Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Österreich weiter gestärkt
werden, zog Frank Michelberger vom BMVIT Bilanz.
Martin Russ von der FFG sieht die künftigen Herausforderungen für
die Bahn in der Systemintegration von Zugsteuerungs- und
-Überwachungssystemen, im Bereich der Interoperabilität von Systemen
und in der optimalen Gestaltung von Schnittstellen zu anderen
Verkehrsträgern. (hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Bundessparte Transport und Verkehr Mag. Martin Deusch Tel.: (++43) 0590 900-3255 mailto: [email protected] http://wko.at/bsv
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