• 12.01.2007, 09:37:33
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Greenpeace warnt vor akut giftigen Pestiziden in Trauben und Salat

Bereits bei einmaligem Verzehr Gesundheitsgefahr für Kinder

Wien (OTS) - Hamburg - In österreichischen Supermärkten
erhältliches Obst und Gemüse weist gefährlich hohe Konzentrationen an
akut giftigen Pestiziden auf. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle
Untersuchungen von Greenpeace. "Für Kinder besteht schon bei
einmaligem Verzehr dieser Lebensmittel die Gefahr von unmittelbaren
Gesundheitsschäden", warnt Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. Von
den untersuchten 576 Obst- und Gemüseproben aus dem Angebot der
führenden deutschen Supermärkte und einer österreichischen
Supermarkt-Kette überschreiten zwei Prozent - das entspricht zwölf
Proben - die so genannte 'Akute Referenzdosis'. Von diesen zwölf
Proben wurden drei - nämlich ein Kopfsalat und zwei Traubensorten -
bei Billa in Österreich gekauft.

Bei Tafeltrauben aus konventionellem Anbau liegen sogar neun
Prozent - sieben von 80 Proben - über diesem Alarm-Wert. "Der Verkauf
derartig belasteter Ware ist ein schwerer Verstoß gegen das
Lebensmittelgesetz", sagt Greenpeace-Chemieexperte Herwig Schuster.
"Isst ein zwölf Kilogramm schweres Kind nur zehn einzelne Beeren
dieser stark belasteten Trauben, könnte dies schon seine Gesundheit
schädigen."

Greenpeace fordert von Unternehmen und Lebensmittelbehörden
wirksame Kontrollen und sofortige Schutzmaßnahmen, um den Verkauf der
gefährlichen Lebensmittel zu unterbinden. "Konsumenten sollten
unbedingt auf rückstandsarme Ware achten. Die beste Wahl sind
Bio-Lebensmittel, die in der Regel nicht belastet sind", erklärt
Schuster. Die Pestizidbelastung der konventionell angebauten Ware aus
Spanien, Italien und der Türkei übersteigt die Akute Referenzdosis
(ARfD) bis zum Zweieinhalbfachen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das deutsche
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) legen den ARfD-Wert fest.
Nach einer Stellungnahme des BfR von November 2005 "ist die
Überschreitung der ARfD ein konkretes Indiz für eine mögliche
Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit. (...) eine
Überschreitung der ARfD (ist) aus Sicht des gesundheitlichen
Verbraucherschutzes nicht akzeptabel."

Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE
Mag. Britta Schwarz, Pressesprecherin, 0664 61 26 721, [email protected]
DI Herwig Schuster, Greenpeace-Chemiker, 0664 4319214, [email protected]

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