- 11.01.2007, 09:44:05
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FPÖ warnt vor Folgen der neuen EU-Bio-Verordnung
Hofer "Neue Verordnung erlaubt hinkünftig gentechnische Kontamination von Bio-Lebensmitteln"
Wien (OTS) - Mit der Einigung der EU-Landwirtschaftsminister über
die neue Bio-Verordnung, ist, was zu befürchten war, nun offiziell:
gentechnische Verunreinigungen in Bio-Lebensmitteln werden künftig in
sehr viel höherem Umfang geduldet.
Konkret erlaubt die neue Verordnung den bislang nur für
Verunreinigungen im konventionellen Anbau gültigen Grenzwert von 0,9
Prozent. Das ist eine Verneunfachung gegenüber dem bisher in
Österreich festgeschriebenen Grenzwert von 0,1 Prozent für
Bio-Produkte.
FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Diese Unterwanderung der
Lebensmittelsicherheit dient ausnahmslos den Interessen der
Gen-Industrie. Der Wahlfreiheit des Konsumenten ist sie im höchsten
Maße abträglich. Wo genmodifiziertes Saatgut freigesetzt wird, sind
Auskreuzungen durch Windverwehung, Pollenflug oder Bestäubung
unvermeidbar."
Die FPÖ weist darauf hin, dass durch diesen Beschluss heimische
Biolandwirte zwangsläufig an Kundenvertrauen verlieren werden und das
auch einen konkreten wirtschaftlichen Schaden darstellt.
Hofer: "Der Beschluss des Agrarministerrates führt gezielt zu einer
weiteren Verwässerung nationaler Regelungen zugunsten der
Gen-Industrie und ihrer einflussreichen Lobbyisten. Ein eindeutiges
Indiz hierfür ist auch der Versuch der EU-Kommission, die bewährten
nationalen Bio-Prüfzeichen durch ein zahnloses EU-Bio-Logo zu
ersetzen. Für die Kommission sind unsere Bio-Verbände offenbar vor
allem Handelshemmnisse."
Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
Tel.: +43-664-44 01 629, mailto:[email protected]
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