FPÖ warnt vor Folgen der neuen EU-Bio-Verordnung

Hofer "Neue Verordnung erlaubt hinkünftig gentechnische Kontamination von Bio-Lebensmitteln"

Wien (OTS) - Mit der Einigung der EU-Landwirtschaftsminister über die neue Bio-Verordnung, ist, was zu befürchten war, nun offiziell:
gentechnische Verunreinigungen in Bio-Lebensmitteln werden künftig in sehr viel höherem Umfang geduldet.

Konkret erlaubt die neue Verordnung den bislang nur für Verunreinigungen im konventionellen Anbau gültigen Grenzwert von 0,9 Prozent. Das ist eine Verneunfachung gegenüber dem bisher in Österreich festgeschriebenen Grenzwert von 0,1 Prozent für Bio-Produkte.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Diese Unterwanderung der Lebensmittelsicherheit dient ausnahmslos den Interessen der Gen-Industrie. Der Wahlfreiheit des Konsumenten ist sie im höchsten Maße abträglich. Wo genmodifiziertes Saatgut freigesetzt wird, sind Auskreuzungen durch Windverwehung, Pollenflug oder Bestäubung unvermeidbar."

Die FPÖ weist darauf hin, dass durch diesen Beschluss heimische Biolandwirte zwangsläufig an Kundenvertrauen verlieren werden und das auch einen konkreten wirtschaftlichen Schaden darstellt.

Hofer: "Der Beschluss des Agrarministerrates führt gezielt zu einer weiteren Verwässerung nationaler Regelungen zugunsten der Gen-Industrie und ihrer einflussreichen Lobbyisten. Ein eindeutiges Indiz hierfür ist auch der Versuch der EU-Kommission, die bewährten nationalen Bio-Prüfzeichen durch ein zahnloses EU-Bio-Logo zu ersetzen. Für die Kommission sind unsere Bio-Verbände offenbar vor allem Handelshemmnisse."

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