ÖBB erneuern Bahnhof Heiligenstadt

Generalsanierung in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt - Bahnhof wird barrierefrei, kundenfreundlich und modern

Wien (OTS) - Die ÖBB bauen den denkmalgeschützten Bahnhof Heiligenstadt zu einer barrierefreien und kundenfreundlichen Verkehrsstation um - und investieren dafür rund 6 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist für Mai 2008 geplant - rechtzeitig zur Fußball-EM.

Bahnhof Heiligenstadt: wertvolle, denkmalgeschützte Architektur

Der Bahnhof Heiligenstadt wurde ursprünglich von Otto Wagner geplant und 1898 eröffnet; er gilt als architektonisch wertvoll und steht unter Denkmalschutz. Die ÖBB-Infrastruktur Bau AG führt die Umbauarbeiten daher in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt durch; der Bahnhof wird unter strengen Vorgaben zu einer modernen Verkehrsstation umgebaut.

Rund 6 Mio. Euro Investition

Die Bahnsteigkanten werden auf 55 cm über Gleisoberkante angehoben -ein leichteres Ein- und Aussteigen wird dadurch möglich. Außerdem werden die Bahnsteigoberflächen saniert. Der Personentunnel und das Bahnhofsgebäude werden komplett renoviert und in gleicher Weise wiederhergestellt. Die ÖBB tragen damit dem Denkmalschutz Rechnung. Zwei Aufzüge und vier Rolltreppen erleichtern die Zugänge zu den Bahnsteigen. Zusätzlich wird ein durchgehendes Blindenleitsystem geschaffen. Die WC-Anlagen werden saniert und ein barrierefreies WC eingebaut.

"Im Rahmen der Bahnhofsoffensive bauen wir alle großen Wiener Bahnhöfe zu modernen Verkehrsstationen um. Wir bringen damit die neue Qualität der ÖBB in die Bundeshauptstadt", betont ÖBB-Chef Martin Huber.

Planungsstadtrat Rudi Schicker hebt die Bedeutung der Bahnhoferneuerungen für Wien hervor: "Wiens Bahnhöfe sind nicht nur wichtige Verkehrsdrehscheiben, sondern sie schaffen auch Entwicklungsimpulse. So entsteht etwa mit dem geplanten modernen Hauptbahnhof ein neuer Stadtteil mit Büros, Wohnungen, und sozialen Einrichtungen. Auch im 19. Bezirk wird die Muthgasse als Bildungs-Forschungs- und Medienstandort durch den neuen Bahnhof Heiligenstadt aufgewertet."

Verkehrsknotenpunkt Heiligenstadt

Rund 28.000 Fahrgäste täglich frequentieren die Verkehrsdrehscheibe Heiligenstadt. Zu Zeiten Otto Wagners war er ein wichtiger Schnittpunkt der damaligen Wiener Stadtbahn und der Vorortelinie. Heute dient der Bahnhof Heiligenstadt als wichtige Verknüpfung der Vorortelinie, der Franz Josefs Bahn und den Wiener Linien. Für Pendler ist er ein bedeutender Umsteigebahnhof zwischen der S 40, der S 45, Regionalzügen und Regionalexpress aus Krems und Gmünd bzw. aus Budweis und der U4. Mit dem neuen Fahrplan haben die ÖBB zudem ein neues Zugpaar zwischen Krems und Heiligenstadt eingeführt.

Der Bahnhof Heiligenstadt ist auch für den Bezirk Döbling sehr bedeutend. "Schon in den Jahren 1978/1979 konnte ich die Sanierungsarbeiten begleiten und bin sehr dankbar, dass die Modernisierung nun für die Fahrgäste viele Vorteile bringt", so Adolf Tiller, Bezirksvorsteher des 19. Wiener Gemeindebezirks.

Fahrgäste werden optimal informiert

Der Umbau des Bahnhofs Heiligenstadt findet unter laufendem Betrieb statt. Besonders wichtig ist den ÖBB, dass die Fahrgäste über geänderte Zugangsmöglichkeiten und Zugabfahrten während des Bahnhofumbaus immer bestmöglich informiert sind. Das wird durch ein schlüssiges, permanent angepasstes Wegeleitsystem, durch Aushänge, Flugzettel und Durchsagen erreicht.

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Mag. Katharina Kaschel
Pressesprecherin Wien und Burgenland
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