Premiere: Erste selbständige Bilanzbuchhalter aus ganz Österreich bestellt

Neuer selbständiger Berufsstand mit hoher Qualität bietet auch Frauen gute Chancen

Wien (PWK011) - Im Rahmen eines Festakts im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit haben gestern, Montag, die ersten 64 selbständigen Bilanzbuchhalterinnen und -buchhalter im neuen, durch das Bilanzbuchhaltungsgesetz (BibuG) 2006 geschaffenen Berufsstand ihre Bestellungsurkunden entgegengenommen. Die erstmals bestellten neuen Bilanzbuchhalter kommen aus allen Bundesländern, 64 Prozent der Bestellten sind Frauen.

Das neue Bilanzbuchhaltergesetz (BibuG), das im Sommer vergangenen Jahres auf der Basis einer Einigung zwischen der Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) vom Parlament einstimmig beschlossen wurde, schafft einen neuen, selbständigen, wissensbasierten Beruf mit hohen Qualitätsanforderungen, der als Partner im Rechnungswesen insbesondere kleiner und mittelständischer Unternehmen seinen Platz finden wird.

Der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Klaus Hübner, betonte die richtungweisende Zusammenarbeit der Interessenvertretungen; diese habe dazu geführt, dass ein den Bedürfnissen der modernen Wirtschaft adäquater neuer Beruf mit hohen Standards geschaffen wurde, der in Kooperation mit den freien Berufen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung und den gewerblichen Berufen wie Unternehmensberatung und Informationstechnologie ein komplettes Dienstleistungspaket für die Wirtschaft zur Verfügung stellen kann.

Hans-Jörg Schelling, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, verwies auf die raschen Änderungen des Marktes und der Rahmenbedingungen, der die österreichische Wirtschaft ausgesetzt ist. "Der neue selbständige Beruf passt zu der inneren und äußeren Dynamik, die sich beispielsweise in der rasanten Steigerung der österreichischen Exporte, aber auch in den strukturellen Änderungen in der Wirtschaft manifestiert. Moderne Berufsrechte unterstützen inbesondere Frauen, in einem attraktiven selbständigen Beruf erfolgreich tätig sein zu können."

Mit dem neuen Gesetz wird auch eine strukturelle Bereinigung und verbesserte Transparenz auf dem Markt der Rechnungswesen-Dienstleistungen angestrebt. Die bisher unter unterschiedlichen Berufsrechten tätigen 3000 Gewerblichen Buchhalter und 2000 Selbständigen Buchhalter können jetzt bei Nachweis entsprechender Leistungsstandards in den einheitlichen Beruf Bilanzbuchhalter aufsteigen.

Im Zuge des Gesetzes wurde die Paritätische Kommission "Bilanzbuchhaltungsberufe" aus Vertretern beider Kammern geschaffen, die die Einführung und Entwicklung des neuen Berufes lenken und begleiten wird. Zum Vorsitzenden der Paritätischen Kommission wurde Friedrich Bock, Obmann des Fachverbandes UBIT, zum stellvertretenden Vorsitzenden und Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wurde Werner Priklopil (KWT) gewählt. (JR)

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