ÖGJ begrüßt Bewegung in der Diskussion um Wahlalter-Senkung auf 16 Jahre

Erstaunliche Widersprüche bei Andreas Khol: einmal "neutral", dann wieder dagegen

Wien (ÖGJ/ÖGB) - "Erfreulich, dass endlich Bewegung in die Wahlalter-Diskussion kommt, seit Minister Josef Pröll Sympathien für Wählen ab 16 gezeigt hat", erklärt der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr. Die ÖGJ fordert das aktive Wahlrecht ab dem 16. Lebensjahr auf Gemeinde-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Studien belegen, dass durch das Wahlrecht das Interesse an Politik unter Jugendlichen steigt.++++

Dass das aktive Wahlrecht für 16-Jährige das Interesse an Politik unter den Jugendlichen erhöht, ist längst belegt: Eine Studie, die das Österreichische Institut für Jugendforschung (ÖIJ), SORA und das Wissenschaftszentrum nach der Wiener Landtags- und Gemeinderatswahl 2005 durchgeführt haben, belegt, dass die Wahlbeteiligung der 16- bis 18-jährigen ErstwählerInnen etwa gleich hoch ist wie die Gesamtwahlbeteiligung.

Studie: Jugendliche fühlen sich dank Wahlrecht erstmals ernst genommen

Erfragt wurden auch die Motive der Jugendlichen zur Wahl zu gehen. An erster Stelle stand die Möglichkeit zur Mitbestimmung. "Die Jugendlichen hatten das Gefühl, zum ersten Mal von der Politik ernst genommen zu werden", sagt Michlmayr.

Erstaunlicher Meinungswechsel Khols

Erstaunt reagiert Michlmayr auf ÖVP-Pensionistenchef Andreas Khol, der sich heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz gegen eine Wahlaltersenkung auf 16 Jahre ausgesprochen hat. In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Furche" ist Khol noch so zitiert:
"Gegenüber einer Wahlaltersenkung bin ich neutral eingestellt."(fk)

ÖGB, 5. Jänner 2007
NR. 7

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