- 20.12.2006, 13:52:11
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Raus mit der Sprache: Sagen Sie, was Ihnen nicht passt - AUDIO
Baierbrunn (OTS) - Viele Menschen schrecken davor zurück, andere
zu kritisieren. "Nur niemanden vor den Kopf stoßen" scheint das Motto
in Deutschland zu sein. Anstatt konstruktive Kritik zu üben, wenn man
sich über etwas ärgert, schmollt man hierzulande lieber. Die
Apotheken Umschau befasst sich damit, warum uns das Kritisieren so
schwer fällt.
Chefredakteur Dr. Hans Haltmeier:
O-Ton 27 sec.
"Wir in Deutschland haben eigentlich keine Kritik-Kultur. Wenn Kritik
geäußert wird, wird es oft negativ empfunden. Deshalb schlucken viele
ihren Ärger einfach herunter, so lange, bis sie es nicht mehr
aushalten. Das kann auf Dauer schlimme Folgen haben. Zum Beispiel in
einer Partnerschaft: Wenn da die Kritik ungestüm herausbricht, dann
kann es sein, dass die Beziehung sogar zerbricht. Oder in einer
Arbeitsposition kann es zu einem ernsthaften Zerwürfnis mit dem Chef
kommen."
Dabei kann Kritik sehr viel Gutes bewirken, wenn sie richtig
vorgebracht wird. Einige wichtige Dinge sollte man dabei beachten:
O-Ton 23 sec.
"Wenn man Kritik übt, sollte es immer zeitnah, unmittelbar nach dem
Vorfall stattfinden, es sollte konkret sein und sachlich. Das heißt
zum Beispiel, wenn man irgendwo nicht abgeholt wurde, dann kann man
sagen: Ich ärgere mich über dich, weil du mich eine halbe Stunde hast
warten lassen. Dann hat man auch die Chance, dass sich das Verhalten
des anderen nach der Kritik ändert."
Auch wenn man selbst kritisiert wird, ist das nichts Negatives. Im
Gegenteil, man profitiert sogar davon, wenn man sich der Kritik
stellt:
O-Ton 21 sec.
"Das Wichtigste ist, man sollte genau hinhören. Man sollte sich auf
den sachlichen Inhalt konzentrieren, es nicht persönlich nehmen.
Ebenso ist es ratsam, höflich und gelassen zu reagieren, auch mal
einen eigenen Fehler zuzugeben und, ganz wichtig, anschließend
gemeinsam nach einer Lösung zu suchen."
Kritik sollte den Betreffenden erst einmal neugierig machen,
schreibt die Apotheken Umschau. Denn ehrliche Kritik hilft oft,
eigene Schwächen zu erkennen, die man selber nicht sieht. Deswegen
sollte man sich eigentlich darüber freuen, statt sich zu ärgern.
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Rückfragehinweis:
Ruth Pirhalla
Pressearbeit
Tel.: 0049 089 / 7 44 33-123
Fax: 0049 089 / 744 33-459
mailto:[email protected]
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