• 20.12.2006, 13:05:13
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Schweizer Käsemarkt wird liberalisiert

Käse-Freihandel mit der Schweiz ab 1. Juli 2007 - Erstmals reelle Geschäftschancen für österreichische Käsereien in der Schweiz

Wien (PWK857) - Am 1. Juli 2007 fallen alle bisherigen
Handelsbeschränkungen (Kontingente, Zölle) für den bilateralen
Käsehandel der EU mit der Schweiz. Damit endet die fünfjährige
Übergangsfrist der so genannten "Bilateralen I". "Dies bedeutet, dass
dann alle Käsesorten frei, also ohne jegliche mengenmäßigen
Beschränkungen oder Zölle, gehandelt werden können", sagt Ingomar
Lochschmidt von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Somit
ergeben sich auch für österreichische Firmen erstmals reelle
Marktchancen auf dem anspruchsvollen, bisher stark geschützten
hochpreisigen Schweizer Käsemarkt.

"Nehmen Sie diese neuen Chancen wahr und knüpfen Sie jetzt
Geschäftskontakte mit Schweizer Vertriebspartnern, potentiellen
Importeuren und Endabnehmern in Industrie, Gewerbe und Handel.
Vergessen Sie nicht, dass auch Käsereien aus anderen EU-Ländern
gleichzeitig mit Ihnen freien Marktzugang in der Schweiz haben
werden", rät Lochschmidt österreichischen Unternehmen aus der
Branche. Die österreichische Außenhandelsstelle Zürich unterstützt
interessierte Unternehmen gerne bei ihren Schweiz-Kontakten.

Bisher gibt es beim bilateralen Käsehandel mit der Schweiz
mengenmäßige Beschränkungen. Die Schweiz exportiert pro Jahr ca.
50.000 Tonnen Käse - Österreich liegt mit rund 4.400 Tonnen pro Jahr
an 5. Stelle der Abnehmerländer für Schweizer Käse (nach Italien
15.500 t, Deutschland 12.100 t, USA 5.900 t und Frankreich 5.600 t).
Österreich ist pro Kopf aber der bei weitem wichtigste Absatzmarkt
für Schweizer Käse. Auf der anderen Seite war der Schweizer Markt
bisher durch Zölle und Quotenregelungen recht stark abgeschottet.
Lochschmidt: "Daher sollten wir uns jetzt rüsten, um durch den
Wegfall der Quoten auf den Schweizer Käsemarkt vorzudringen. Die
Schweiz ist aber ein anspruchsvoller Käsemarkt, die Leute lieben Käse
und verstehen etwas davon." Daher gäbe es auch gute Chancen für
hochqualitative österreichische Käsespezialitäten.

Die AWO setzt dementsprechend auch schon Schwerpunkte für die
österreichische Lebensmittelbranche: denn 2007 und 2008, vor und
während der Fußball-EM, finden verschiedene Österreich-Promotions in
der Schweiz statt, darunter Warenhauswochen u.a. Aktivitäten, auch
gemeinsam mit der AMA Marketing GesmbH. (BS)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Außenwirtschaft Österreich
   Dr. Ingomar Lochschmidt
   Tel.: (++43) 0590 900-4180
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/Presse

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