Schweizer Käsemarkt wird liberalisiert

Käse-Freihandel mit der Schweiz ab 1. Juli 2007 - Erstmals reelle Geschäftschancen für österreichische Käsereien in der Schweiz

Wien (PWK857) - Am 1. Juli 2007 fallen alle bisherigen Handelsbeschränkungen (Kontingente, Zölle) für den bilateralen Käsehandel der EU mit der Schweiz. Damit endet die fünfjährige Übergangsfrist der so genannten "Bilateralen I". "Dies bedeutet, dass dann alle Käsesorten frei, also ohne jegliche mengenmäßigen Beschränkungen oder Zölle, gehandelt werden können", sagt Ingomar Lochschmidt von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der WKÖ. Somit ergeben sich auch für österreichische Firmen erstmals reelle Marktchancen auf dem anspruchsvollen, bisher stark geschützten hochpreisigen Schweizer Käsemarkt.

"Nehmen Sie diese neuen Chancen wahr und knüpfen Sie jetzt Geschäftskontakte mit Schweizer Vertriebspartnern, potentiellen Importeuren und Endabnehmern in Industrie, Gewerbe und Handel. Vergessen Sie nicht, dass auch Käsereien aus anderen EU-Ländern gleichzeitig mit Ihnen freien Marktzugang in der Schweiz haben werden", rät Lochschmidt österreichischen Unternehmen aus der Branche. Die österreichische Außenhandelsstelle Zürich unterstützt interessierte Unternehmen gerne bei ihren Schweiz-Kontakten.

Bisher gibt es beim bilateralen Käsehandel mit der Schweiz mengenmäßige Beschränkungen. Die Schweiz exportiert pro Jahr ca. 50.000 Tonnen Käse - Österreich liegt mit rund 4.400 Tonnen pro Jahr an 5. Stelle der Abnehmerländer für Schweizer Käse (nach Italien 15.500 t, Deutschland 12.100 t, USA 5.900 t und Frankreich 5.600 t). Österreich ist pro Kopf aber der bei weitem wichtigste Absatzmarkt für Schweizer Käse. Auf der anderen Seite war der Schweizer Markt bisher durch Zölle und Quotenregelungen recht stark abgeschottet. Lochschmidt: "Daher sollten wir uns jetzt rüsten, um durch den Wegfall der Quoten auf den Schweizer Käsemarkt vorzudringen. Die Schweiz ist aber ein anspruchsvoller Käsemarkt, die Leute lieben Käse und verstehen etwas davon." Daher gäbe es auch gute Chancen für hochqualitative österreichische Käsespezialitäten.

Die AWO setzt dementsprechend auch schon Schwerpunkte für die österreichische Lebensmittelbranche: denn 2007 und 2008, vor und während der Fußball-EM, finden verschiedene Österreich-Promotions in der Schweiz statt, darunter Warenhauswochen u.a. Aktivitäten, auch gemeinsam mit der AMA Marketing GesmbH. (BS)

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