vida-Vorsitzender Kaske: "Spielen Sie mit bei der Mitbestimmung!"

Das Spiel "Fairplay" vermittelt spielerisch Betriebsratsarbeit

Wien (vida/ÖGB) - "Das Leben ist hart genug und manchmal lernt man viel leichter, wenn man die Dinge ein wenig spielerisch angeht", freut sich Rudolf Kaske, Vorsitzender der neuen Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida über das Betriebsrats-Spiel Fairplay. Der vida-Vorsitzende stellt das auf dem Klassiker DKT basierende Spiel heute, Mittwoch, 20. Dezember 2006, gemeinsam mit Spielentwickler Günther Harapatt von der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) im Seminarzentrum Strudlhof der Öffentlichkeit vor. "In der vor knapp zwei Wochen gegründeten Gewerkschaft vida haben wir uns das Leben, die Lebensfreude zum Motto gemacht" ergänzt Kaske: "Da gefällt mir die Idee, dass bei Fairplay nicht kaufen, kaufen, kaufen im Mittelpunkt steht, sondern die Gründung von Betriebsräten - das macht auch Spaß." ++++

"Bei diesem Betriebsrats-Spiel soll durch Gründung von Betriebsräten der Nutzen der Demokratie am Arbeitsplatz aufgezeigt werden", erklärt der vida-Vorsitzende und hofft, dass aus den begeisterten MitspielerInnen von heute, morgen engagierte BetriebsrätInnen werden. Er bedankt sich auch bei Günther Harapatt, der die Idee zu diesem Spiel hatte und es in monatelanger Arbeit entwickelt hat: "Danke Günther - ich hoffe, das Motto 'Gerechtigkeit am Arbeitsplatz ist kein Glücksspiel' animiert viele Menschen irgendwann das Abenteuer Verantwortung anzunehmen."

Abschließend erklärt Rudolf Kaske, dass er als vida-Vorsitzender keine Wunschliste ans Christkind schicken möchte: "Ich habe aber Wünsche an Politik und Wirtschaft. An die Politik: wir brauchen eine handlungsfähige Regierung. An die Wirtschaft: Besinnen Sie sich der Sozialpartnerschaft. Es kann nicht sein, dass z.B. FriseurInnen, KosmetikerInnen, FußpflegerInnen, die sich gut ausgebildet, um Schönheit und Wohlbefinden kümmern, für 40 Stunden weit unter 1.000 Euro verdienen. Das ist eine Schande." Arm trotz Arbeit, könne nicht das Weihnachtsgeschenk der UnternehmerInnen an die ArbeitnehmerInnen sein. "Leider gibt es in diesem Bereich wenig fair play, wenig Betriebsratskörperschaften, da die Salons oft zu klein sind. Ich kann also nur an das Gewissen der UnternehmerInnen appellieren und sie dran erinnern: Geht's dem Christkind gut, geht's der Wirtschaft gut. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten 2006."

ÖGB, 20. Dezember 2006
Nr. 822

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