• 02.12.2006, 11:55:54
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Huainigg: Politik der Gleichstellung und Selbstbestimmung fortsetzen

Praniess-Kastner: Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung soll auch in Wien zum Anlass genommen werden, Verbesserungen für Betroffene umzusetzen

Wien, 2. Dezember 2006 (ÖVP-PK) "In der neuen
Legislaturperiode stehen wir in der Behindertenpolitik vor großen
Herausforderungen", sagte der Fraktionsverantwortliche des ÖVP-
Parlamentsklubs für Menschen mit Behinderung, Abg.z.NR Dr. Franz-
Joseph Huainigg, anlässlich einer Diskussion mit den Mitgliedern
der Lebenshilfe Österreich über die Perspektiven der Behinderten-
politik. Der in den letzten Jahren eingeschlagene Weg der Gleich-
stellung und Selbstbestimmung behinderter Menschen habe sich
bewährt und sei konsequent fortzusetzen, so Huainigg. ****

"Behinderung ist kein Defizit sondern Teil der menschlichen
Vielfalt, für die es Rahmenbedingungen braucht, die
Chancengleichheit ermöglichen." Mit dem Gleichstellungspaket sowie
den gesetzten Maßnahmen im Bereich der beruflichen Integration und
Ausbildung haben wir eine gute Ausgangslage geschaffen auf die
aufgebaut werden kann, so Huainigg. "Ich hoffe, dass Politik für
Menschen mit Behinderung auch in der neuen Bundesregierung jenen
hohen Stellenwert bekommt, den die sie unter Bundeskanzler Dr.
Wolfgang Schüssel eingenommen hat."

Als zentrale Elemente der kommenden Jahre sieht Huainigg die
Fortsetzung der Gleichstellungs- und Arbeitsmarktpolitik, die
Qualitätssicherung und Weiterführung der Schulintegration,
Verbesserungen im Pflegebereich, den Ausbau der Persönlichen
Assistenz aber auch Maßnahmen, die verhindern, dass das Leben
behinderter Menschen in Frage gestellt wird. "Eine breite und
offene Diskussion über biomedizinische und ethische Fragen, die
Eugenische Indikation und eine Klarstellung, dass ein behindertes
Kind niemals ein Schaden sein kann sind für mich unumgänglich",
sagte Huainigg.

Kommenden Sonntag ist Internationaler Tag der Menschen mit
Behinderung, den LAbg. Karin Praniess-Kastner zum Anlass nimmt, die
Berücksichtigung der Anliegen von behinderten Menschen auch von der
Stadt Wien einzufordern. "Ohne Zweifel ist bereits einiges an
Verbesserungen für behinderte Menschen passiert", meinte die
Behindertensprecherin der ÖVP Wien. "Es gibt aber noch viele offene
Fragen, wie den weiteren Ausbau und die Finanzierung der
Persönlichen Assistenz, die betroffenen Menschen ein weitgehend
selbst bestimmtes Leben möglich macht."

Auch sei trotz der bestehenden und engagiert betriebenen
Wohneinrichtungen für behinderte Menschen ein weiterer Ausbau,
vielfältigere Wohnprojekte und die Wahlmöglichkeit für Betroffene
ein noch immer offener Punkt." Um die Entscheidung der Eltern für
die Schulintegration ihrer Kinder zu erleichtern forderte Karin
Praniess-Kastner "den raschen Ausbau an Nachmittagsbetreuungs-
plätzen für Kinder aus Integrationsklassen". Und die im Bundes-
Behindertengleichstellungsgesetz vorgesehene Barrierefreiheit
erfordere "rasche Konzepte und Umsetzung, damit spätestens 2016
auch in Wien die barrierefreie Zugänglichkeit zu allen öffentlichen
Einrichtungen möglich ist", so Praniess-Kastner abschließend.

Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

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