Greenpeace-Jugendliche protestieren gegen Umwelt zerstörenden Konsum

Jugendliche verteilen 'NICHTS' am weltweiten 'Buy Nothing Day'

Wien (OTS) - Greenpeace Jugendliche protestieren am diesjährigen 'Buy Nothing Day', dem weltweiten Kauf-Nix-Tag, mit einem ungewöhnlichen Szenario in den Einkaufsstraßen von Wien gegen Umwelt zerstörenden Konsum. Sie verteilen: NICHTS und plädieren dafür, wenigsten einen Tag NICHTS zu kaufen und auch sonst nur notwendige, umweltfreundliche und fair gehandelte Produkte zu erwerben. Viel und billig zu kaufen sei hingegen Raubbau an Mitmenschen, Meeren, Wäldern, dem Klima und den zukünftigen Generationen.

"Mit dem 'Kauf-nix-Tag' wollen wir die Menschen anregen, über ihr Kaufverhalten nachzudenken - gerade in der Adventszeit jagen wir alle hektisch hinter Geschenken her, um uns das Leben zu versüßen", sagt der 17-jährige Gernot Goldmann aus Wien. "Dabei würde gerade weniger Hektik, mehr Zeit für die Liebsten die größte Befriedigung bringen. Aber das gibt es in keinem Laden zu kaufen."

Der zunehmende Konsum und die Verschwendung in den Industrienationen stellt die Welt vor enorme Umweltprobleme. In den reichen Ländern wird auf viel zu großem Fuß gelebt. Drei Viertel der globalen Naturgüter werden von nur einem Viertel der Menschheit verbraucht, der Rest wird mit Almosen abgespeist. Zugleich ist der Planet als Ganzes schon über seine Tragfähigkeit belastet. Würden alle Menschen so verschwenderisch leben wollen wie wir in Europa, dann bräuchten wir beinahe drei Planeten von der Qualität der Erde, -die selbst das Christkind nicht herbeizaubern kann.

"Viele Produkte werden nicht wirklich gebraucht. Das Zeug landet auf dem Müll oder steht nur rum. Aber trotzdem wurden dafür Bäume gefällt, CO2 produziert oder giftige Chemikalien benutzt. Außerdem ist der Weihnachtsbraten fast sicher von Tieren, die Gen-Tech Soja aus Südamerika gefressen haben, wo Urwald zerstört wird", warnt Gernot. "Dabei muss man auch an die katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen denken, die in armen Ländern für uns schuften."

"Als Konsumentinnen der Zukunft haben gerade wir Jungen die größte Chance, alternative Lebensstile zu entwickeln, eine Gesellschaft zu formen, die uns und zukünftigen Generationen ein spannendes und erfülltes Leben erlaubt, ohne unsere Mitmenschen oder die Natur ausbeuten zu müssen", übernimmt Bianca mit ihren 20 Jahren bereits jene globale Verantwortung, die die Politik bis heute vermissen lässt.

Weitere Informationen:
On-line Spiel zu zukunftsfähigen Konsum:
www.footprint.at,www.renitent.at

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Pekny, 0664 121 07 61, www.einefueralle.at,
Bianca Müller 0699 111 39 563

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRP0002