Betrugsbekämpfungsgesetz: Wirtschaft erreicht praktikable Regelung für Kleinbetriebe

Mitterlehner: Vereinfachte Aufzeichnungen bei Barbewegungen für Kleinbetriebe bis 150.000 Jahresumsatz sowie "Kalte-Hände-Regelung"

Wien (PWK782) - Durch eine Änderung der Bundesabgabenordnung
werden Einnahmen-/Ausgabenrechner mit 1.1.2007 dazu verpflichtet, alle Ein- und Ausgänge von Bargeld täglich einzeln aufzuzeichnen. Damit wird ein weiterer Schritt zur Betrugsbekämpfung gesetzt und soll eine genauere nachvollziehbare Buchführung erreicht werden. Für zehntausende kleine Gewerbetreibende hätte dies allerdings eine massive bürokratische Belastung bedeutet.

"Nach intensiven Verhandlungen der WKÖ mit dem Finanzministerium konnte nun eine Verordnung erreicht werden, mit der alle Unternehmen bis zu einem Jahresumsatz von 150.00 Euro von der verschärften Aufzeichnung ausgenommen werden", weist der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Reinhold Mitterlehner, auf eine auch praktisch handhabbare vereinfachte Aufzeichnungsverpflichtung hin.

Unabhängig von der Umsatzgrenze gilt zusätzlich auch die sogenannte "Kalte- Hände-Regelung". Diese bezieht sich auf Verkäufe an öffentlich zugängigen Orten, wenn diese Verkäufe nicht in fest umschlossenen Räumlichkeiten durchgeführt werden. Davon betroffen sind fahrende Händler, Verkaufsstände von Gastronomiebetrieben aber auch, hochaktuell, die Tätigkeit von Maroniverkäufern oder Weihnachtsständen bei Christkindlmärkten. All diesen Unternehmen ist witterungs- oder verkaufsabhängig die Einzelaufzeichnung nicht zumutbar. In all diesen Fällen kann die Losungsaufzeichnung beispielsweise durch Strichlisten in Tabellenform vorgenommen werden.

"Insgesamt ist damit die Barbewegungsverordnung eine gelungene Balance zwischen verbesserter Betrugsbekämpfung auf der einen, und der notwendigen Flexibilität für die Bedürfnisse der Kleinbetriebe auf der anderen Seite", zeigt sich Mitterlehner mit der neuen Regelung zufrieden. (Ne)

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