• 15.11.2006, 10:00:00
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Verkehrstelematik für Radfahrer: Mehr Sicherheit durch intelligente Technologie

Pilotanlage wurde am Dienstag in Wieden eröffnet

Wien (OTS) - 2005 ereigneten sich 5.482 Unfälle mit Radfahrern im
Straßenverkehr, 47 Radfahrer wurden getötet und 5.412 verletzt.
Allein in Wien kam es 2005 zu 682 Unfällen mit verletzten und
getöteten Radfahrern - um 15 Prozent mehr als 2004. Eine
telematikgestützte Warnanlage soll die Sicherheit von Radfahrern im
Bereich von Straßenkreuzungen erhöhen. Unter Beisein von Vertretern
der Stadt Wien und des Bezirks Wieden wurde am 14. November der
Testbetrieb der Pilotanlage gestartet, der bis April 2007 dauert.

Im Stadtgebiet können auch widrige Wetterverhältnisse im Winter
einige Hartgesottene nicht davon abhalten, ihre Wege mit dem Fahrrad
zurückzulegen. Gute Sichtbarkeit ist in der dunklen Jahreszeit daher
nicht nur für Fußgänger, sondern auch für Pedalritter besonders
wichtig. Vor allem auf Kreuzungen, wo sich motorisierter und nicht
motorisierter Verkehr begegnen, ist die Gefahr "übersehen" zu werden,
besonders hoch - und das nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr
über. Radfahrer zählen neben den Fußgängern zu der am meisten
gefährdeten Gruppe im nicht motorisierten Straßenverkehr und stellen
einen Anteil von rund 19 Prozent an allen bei Verkehrsunfällen
getöteten und verletzten Personen. Eine neue, telematikgestützte
Warnanlage soll brenzlige Situationen an Kreuzungen und
Radfahrerüberfahrten entschärfen. Die Anlage wurde auf der Kreuzung
Margaretenstraße/Paulanergasse installiert. Unter Beisein von
Vertretern der MA 46 (Verkehrsorganisation und technische
Verkehrsangelegenheiten), MA 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau)
und des Bezirks Wieden ging die Anlange am 14. November in den
Probetrieb, der bis April 2007 geplant ist.

Das gemeinsame Forschungsprojekt von EBE Elektrotechnik GmbH, Swarco
Futurit Verkehrssignalsysteme GmbH, ABC Consulting und dem Kuratorium
für Verkehrssicherheit besteht aus einer Kombination von
Markierungsleuchtknöpfen ("LaneLights"), einem berührungslosen
Sensorsystem und einer intelligenten Steuerung. Obwohl viel
intelligente Technologie dahinter steckt, ist das System der Anlage
sehr einfach. Erkennen die Infrarot- und Radarsensoren einen
herannahenden Radfahrer, leiten sie durch drahtlose Datenübertragung
ein Signal an die Steuerungszentrale weiter. Diese aktiviert die
parallel zur Radfahrerüberfahrt eingelassenen
Bodenmarkierungsleuchten. Die "LaneLights"-Markierungsleuchtknöpfe
von Swarco Futurit beginnen zu blinken und signalisieren so einem
Autofahrer, der abbiegen will, dass sich ein Radfahrer nähert.
Dadurch kann der Autofahrer entsprechend reagieren und gefährliche
Situationen verhindern.

Sämtliche Mitglieder des Projektkonsortiums haben bereits einige
Erfahrungen auf dem Gebiet der Verkehrstelematik gesammelt. Der
Einsatz von Bodenmarkierungsleuchten für die höhere Sicherheit von
Radfahrern ist allerdings ein bisher neuer Ansatz.

Als Teststandort wurde gemeinsam mit der Bezirksvorstehung Wieden,
sowie der Magistratsabteilung MA 46 die Kreuzung
Margaretenstraße/Paulanergasse in Wien/Wieden ausgewählt. Das Projekt
wird vom Zentrum für Innovation und Technologie und dem Wiener
Wirtschaftsförderungsfonds gefördert und von Billa unterstützt.

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Dolores Omann
Marketing & Kommunikation
Tel.: 0577077-1904
E-Mail: [email protected]

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