Schaden (von Michael Kaltenberger)

vom 13. November 2006

Linz (OTS) - Egal, ob es Unvermögen ist oder parteitaktisches Kalkül, Tatsache ist, dass SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer bereits an seinem ersten Auftrag - Bildung einer soliden Regierung - zu scheitern droht.
Seine Aufgabe wäre es gewesen, die Scharfmacher in seiner Partei im Zaum zu halten und für ein Mindestmaß an Vertrauen zwischen SPÖ und ÖVP zu sorgen. Nichts davon ist passiert, statt dessen hat die SPÖ mit der FPÖ und den Grünen zwei Untersuchungsausschüsse beschlossen; ohne Rücksicht auf den gewaltigen Schaden, den politische Cowboys auf ihrem Ritt über den Finanzplatz Österreich anrichten können. Und das ist kein virtueller Schaden, sondern ein ganz konkreter, denn hier geht es um Investitionen und damit um Arbeitsplätze.
Prominente Sozis versuchen bereits, zurückzurudern und die Bankenaufsicht ins Zentrum des Untersuchungsausschusses zu rücken. So einfach ist das aber nicht, denn der Antrag richtet sich konkret gegen die Banken, denen fragwürdige Firmenübernahmen, Geschäfte mit dubiosen Partnern und Schädigung von Anlegern vorgeworfen wird.
Die erste Botschaft des Mannes, der Kanzler werden will, ans Ausland lautet also: Bei uns geht's drunter und drüber!
Und was kommnt morgen?

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