- 08.11.2006, 10:35:22
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Wirtschaft will im 7. EU Forschungsrahmenprogramm 1 Mrd. Euro nach Österreich holen
7-jähriges EU-Förderprogramm soll Internationalisierung der heimischen F&E-Leistung und Zugang zu Spitzen-Know-how stärken
Wien (PWK726) - Mindestens eine Mrd. Euro aus dem 54 Mrd. Euro
schweren Topf des 7. EU-Forschungsrahmenprogramm will die
österreichische Wirtschaft in den kommenden sieben Jahren ins Land
holen. "Während bislang jährlich rund 85 Mio Euro zurückflossen,
sollen künftig rund 140 Mio Euro an Rückflüssen pro Jahr erreicht
werden. Mit einer höheren Beteiligung von Unternehmen sollen davon 40
Prozent an Betriebe gehen - heute ist es ein knappes Viertel", hielt
Harald Kaszanits, Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik der
Wirtschaftskammer Österreich, die Ziele der Wirtschaft bei der
heutigen Auftaktkonferenz für das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm vor
mehr als 700 Teilnehmern in der Wiener Börse fest.
"Die Spitzenforschung und die Märkte der Unternehmen sind
zunehmend international, daher muss Technologieführerschaft in
Kooperation mit den Besten auf- und ausgebaut werden. Für
technologieorientierte Unternehmen und Forscher ist das 7.
Rahmenprogramm eine große Chance mit dem Rückenwind europäischer
Fördermittel im Verbund mit europäischen Partnern Kompetenz
aufzubauen und so im Wettbewerb zu bestehen", betonte Kaszanits.
Damit die heimischen Antragsteller in diesem Programm erfolgreich
sind, haben sich die Wirtschaftskammer Österreich und der Bund
geeinigt auch weiterhin gemeinsam die kompetente Beratung und
Betreuung von Antragstellern und Projektteilnehmern durch die
Forschungsförderungsgesellschaft FFG möglich zu machen und zu
finanzieren. So steht heimischen Unternehmen und Forschern hier ein
one-stop-shop für die Förderung der internationalen Forschungs- und
Technologiekooperation zur Verfügung, dessen Expertise und Erfahrung
in EU-Rahmenprogrammen den Antragstellern gute Chancen für eine hohe
Beteiligung und den Erfolg von Anträgen sichern soll, strich
Kaszanits ein wichtiges Service für die heimischen Unternehmen
hervor.
Nach dem Rückgang der Beteiligung der Wirtschaft im
Vorläuferprogramm (6. Forschungsrahmenprogramm) hat die EU die
Bedingungen für die Teilnahme von Unternehmen mit
Forschungsaktivitäten konsequent vereinfacht und mehr Mittel
vorgesehen. Kaszanits: "Für Unternehmen ist klar: Was zählt ist eine
einfache Antragstellung, kurze time-to-decision, kurze
time-to-contract, kurze time-to-money sowie Rechtssicherheit und
Planbarkeit der zu erwartenden Mittel. Dann kann man sich vorrangig
auf das Forschungsprojekt nicht auf den Verwaltungsaufwand
konzentrieren." Die EU habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt
und auch im Beihilfenrecht sei jetzt eine Förderung von bis zu 75
Prozent der Forschungsvorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen
möglich.
"100 Mrd. Exportleistung sind für Österreich ein internationaler
Erfolg. Damit wir aber auch in der Zukunft die Erfolgsstory Export
weiterschreiben, muss der Technologiegehalt unserer Ausfuhren noch
weiter steigen. Strategisch brauchen wir daher auch in der
Forschungsleistung eine an der Spitze orientierte ‚Front Running
Strategy’. Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm kann dafür einen Teil
des nötigen Treibstoffs liefern", zeigte sich der
Wirtschaftspolitik-Experte der WKÖ überzeugt. (Ne)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Wirtschaftspolitik Mag. Rudolf Lichtmannegger Tel: +43 (0)5 90 900 4411 Email: [email protected] http://wko.at/wp
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