• 07.11.2006, 14:53:46
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Zukunftsstrategien für Ökoenergie in Niederösterreich

13. Österreichischer Biomassetag: Tulln, 6. - 8. November 2006

Tulln (OTS) -
Landesrat DI Josef Plank
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Es tut sich was im Bereich erneuerbare Energie in
Niederösterreich, und das Land hat auch in den nächsten Jahren viel
vor. Niederösterreich wird 2006 und in den folgenden Jahren Strom und
Wärme aus Biomasse weiter ausbauen, der hohe Öl- und Gaspreis zwingt
zu einem Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe. Neue Biomasseprojekte
müssen aber verstärkt die Brennstoffversorgung mit berücksichtigen,
die Zeit billiger Resthölzer ist mit Sicherheit vorbei. An der
stetigen Verbesserungen der Aufbringungslogistik wird intensiv
gearbeitet.

Als visionäres Ziel sieht das Land die Nutzung von Biogas in
Fahrzeugen, dazu ist aber erst ein flächendeckendes Tankstellennetz
und eine ausreichende Anzahl von Gasfahrzeugen erforderlich. Zurzeit
werden Erdgasautos wegen ihrer Umweltfreundlichkeit und
Wirtschaftlichkeit forciert, eine Umstellung auf Biogas stellt kein
technisches Problem dar. Das ambitionierte Ziel des Landes lautet:
10.000 gasbetriebene Fahrzeuge bis 2010, mindestens eine
Gastankstelle in jedem Bezirk. Das Land selber geht mit gutem
Beispiel voran und stellt immer mehr Gasfahrzeuge in Dienst. Bereits
2007 soll die erste Biogastankstelle zur Verfügung stehen.

Ein weiteres ehrgeiziges Ziel ist die Schaffung von
energieautarken Regionen. Den Beginn macht das Waldviertel, das bis
2016 dieses Ziel erreicht haben soll. Das Waldviertel war in der
Vergangenheit stets Vorreiter bei der Nutzung von Bioenergie. Viele
der ersten Biomasseheizwerke stehen im Waldviertel, zwei der ersten
Windparks und 20 von Niederösterreich weit 60 Biogasanlagen wurden im
Waldviertel errichtet. Allein 2006 werden neun Millionen Euro für
acht Biomasseanlagen und zwei Biogasanlagen investiert.

Für Niederösterreichs Wirtschaft tun sich im Bereich erneuerbare
Energie große Chancen auf. Vor kurzem wurde gemeinsam mit dem
Lebensministerium der Masterplan Umwelttechnologie (MUT) ins Leben
gerufen. 20 Prozent aller österreichischen Klein- und Mittelbetriebe
im Bereich Umwelttechnologie kommen aus Niederösterreich. Besonders
in den Bereichen erneuerbare Energie, Abfall und Abwasser wurden
Erfolge durch heimische Unternehmen im In- und Ausland verzeichnet.
Der Masterplan soll zu einer stärkeren Vernetzung und Kooperation von
Unternehmen, Industrie, Forschung, Interessensvertretungen und
Politik führen. Bereits 40 Firmen und Institutionen haben sich zum
Masterplan bekannt.

Um künftig alle Chancen zu nutzen hat das Land Niederösterreich
die Studie "Energiezukunft 2020" in Auftrag gegeben. Sie soll
rechtzeitige Weichenstellungen für eine möglichst autarke
Energiezukunft möglich machen.

Das vergangene Jahr brachte in allen Bereichen der erneuerbaren
Energie in NÖ deutliche Zuwächse. Dadurch hat sich 2005 der Anteil
des Ökostroms in NÖ von sieben Prozent im Jahre 2004 auf 10,3 Prozent
weiter erhöht. In Niederösterreich sind bereits über 300
Biomasseheizwerke in Betrieb, die an die 15.000 Kunden mit Wärme
versorgen. Weiters produzieren elf größere und zahlreiche kleinere
Biomasse-Verstromungsanlagen rund 1,4 Prozent des Stromes in NÖ. Über
60 Biogasanlagen sind in Betrieb (sie liefern fast zwei Prozent des
NÖ Stromes), 75 weitere wurden behördlich genehmigt. Fast 300
Windräder liefern rund acht Prozent des Strombedarfes in NÖ.

Rückfragehinweis:

DI Stephan Grausam
   Österreichischer Biomasse-Verband
   Franz Josefs-Kai 13, A-1010 Wien
   Tel: +43-1-533 07 97-32
   Fax: +43-1-533 07 97-90
   Mobil: +43-664-855 68 01
   mailto:[email protected]

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