- 25.10.2006, 14:01:29
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Frauen verstehen: ÖW-Fachsymposium "Frauen.Reisen." beleuchtet die "Lenkungskraft Frau" im österreichischen Tourismus
Wien (OTS) - Urlaubsentscheidungen werden von Frauen
getroffen/Faires Preis-Leistungsverhältnis wichtigstes Argument für
Urlaub in Österreich / Geschlechtsspezifische Ansprache ungeeignet /
Expertentipps zur idealen Ansprache und Angebotsgestaltung für Frauen
Frauen als Entscheidungsträgerinnen und Frauen als Reisende
standen im Mittelpunkt des gestrigen, hochkarätig besetzten
Markensymposiums, zu dem die Österreich Werbung (ÖW) in die Albertina
in Wien einlud.
Für die designierte ÖW-Geschäftsführerin Dr. Petra Stolba ist eine
der wichtigsten Aufgaben der Österreich Werbung die
Wissensvermittlung für die Touristikbranche. In ihrem Statement
forderte sie, "sich mit der Art und Weise auseinanderzusetzen, wie
Frauen behandelt zu werden wünschen."
Frauen sind eine eminent wichtige Steuerungskraft im Tourismus,
wollen aber nicht als Frauen angesprochen werden. So brachte
Motivforscherin Dr. Helene Karmasin gestern, Dienstag, das Thema
"Frauen. Reisen." vor Touristikexperten und Fachjournalisten auf den
Punkt.
"Es sind die Frauen, die in einer Partnerschaft zum größten Teil
die Entscheidung für den Urlaub treffen, und sie stellen dies
"äußerst geschickt" an", meinte Karmasin. "Nicht nur, dass sie den
Partner mit ausgewähltem Informationsmaterial und Argumenten in die
gewünschte Richtung lenken, sondern auch, weil sie die cleveren
Finanzplanerinnen sind und ein geschärftes Auge für ein faires
Preis-Leistungsverhältnis haben". Das bedeutet, dass Frauen
'Pseudoschnäppchen' hassen.
Karmasin differenziert Frauentypen, die spezifisch adressiert
werden wollen: Die "wild woman", mit Hang zum Naturabenteuer etwa
stellt die einzige Gruppe dar, innerhalb derer die Botschaft "von
Frauen für Frauen" nicht kontraproduktiv ist. "Unsere Gesellschaft
ist im Augenblick sehr empfindlich gegenüber Ansprachen, die sich auf
biologische Unterschiede beziehen", so Karmasin. "Gegenpol ist die
Göttin, die sich für die Zeit ihrer Reise im Mittelpunkt wissen
möchte - der klassische Wellness-Gast".
Das faire Preis-Leistungsverhältnis ist es auch, das eine aktuelle
Studie der ÖW zum Thema "Lenkungskräfte im Tourismus:
Einflussfaktoren im touristischen Kaufentscheidungsprozess" als das
wichtigste Entscheidungskriterium von Deutschen für einen Urlaub in
Österreich beschreibt. "Das wahrgenommene Preis-Leistungsverhältnis
beeinflusst die Destinationsentscheidung etwa eineinhalb Mal so stark
wie das Urlaubsangebot und etwa zweieinhalb Mal so stark wie das
Image Österreichs", präsentierte Dr. Markus Gratzer, Bereichsleiter
Research & Development in der ÖW, das überraschende Ergebnis der
Studie.
Weiters: Unabhängig davon, ob der deutsche Gast mit oder ohne
Kinder seinen Urlaub plant, werden Hotels der 4- und
5-Stern-Kategorie signifikant bevorzugt. Das
Preis-Leistungsverhältnis ist also kein Synonym für
Billigschnäppchen. Für Eltern mit Kindern ist das Angebot für den
Nachwuchs erwartungsgemäß das wichtigste Signal. Erlebnisse mit der
Familie teilen und Lerneffekt für die Kinder lautet die Forderung an
das ideale Angebot. Für Paare ohne Kinder kommen nach der Unterkunft
gleich Kultur- und Sport-Aktivitäten. "Die Erreichbarkeit, der
Urlaubsort oder das Wetter sind laut dieser Studie vernachlässigbare
Komponenten", so Gratzer.
Audivisuelle Kommunikation über Urlaub soll nach Rat der
englisch/neuseeländischen Tourismusexpertin Rachel Piggott
qualitätsvoll sein, eine Geschichte erzählen und emotional sein.
(Laut ihrer Studie bringen 58% der Frauen das Urlaubsthema auf den
Familientisch, und 54% der Buchungen werden von Frauen durchgeführt.)
Die "Omnisensorik" in der Werbung fordert auch Helene Karmasin:
"Das glückliche Bild des Paares, da er ihr das Handtuch reicht, zieht
nicht."
Eine Customer Journey, die Stationen von der Auswahl des Hotels,
über die Buchung bis zum Abendessen und zur Abreise von einem
weiblichen Standpunkt aus betrachtet, sind dringende Anregungen des
Professorinnenduos Birgit Mager/Uta Brandes der Köln International
School of Design. "Frauen reagieren besonders positiv auf kleine und
persönliche Details in der Dienstleistung - von Frauenparkplätzen in
Garagen bis hin zu besonderen Pflegeprodukten im Hotelbad. Gerade im
Service Design ist noch viel Potenzial vorhanden", so Mager. "Es wäre
möglich, einer Frau beim CheckIn eine einfache Shorts/T-Shirt
Kombination anzubieten, wenn sie keine Sportsachen mitgeschleppt hat
und dennoch den Fitness-Raum nützen möchte."
Bei allen konkreten DOs and DON'Ts - Hauptaussage der
Veranstaltung: Es ist die Authentizität des Angebots und seine in
allen Nuancen mitschwingende Fairness, die von Frauen am stärksten
wahrgenommen wird, wenn sie reisen.
Hinweis: Sämtliche Beiträge der Vortragenden, Fotos, Voice-Streams
und Studien stehen im Internet auf www.austriatourism.com zum
Download bereit.
Rückfragehinweis:
Mag. Eleonore Gudmundsson Unternehmenssprecherin Österreich Werbung Tel.: 01 / 58866 - 299 Fax: 01 / 58866 - 266 E-Mail: [email protected] Internet: www.austriatourism.com
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