- 23.10.2006, 15:41:47
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Bekenntnis der Sozialpartner zu Vollbeschäftigung und Wachstumspolitik
Präsidenten der vier Sozialpartner begrüßen Strategie- und Maßnahmenpakete im WIFO-Weißbuch
Wien (WIFO) - Die Präsidenten der vier Sozialpartner sprachen sich
anlässlich der Präsentation des Weißbuchs des Österreichischen
Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) "Mehr Beschäftigung durch
Wachstum auf Basis von Innovation und Qualifikation" einhellig für
das Ziel der Vollbeschäftigung aus. Die vom WIFO vorgeschlagene
Strategie, Vollbeschäftigung über ein höheres Wachstum zu erreichen,
wurde ebenso einhellig als einzig zielführende anerkannt. Die
Präsidenten begrüßten die im Weißbuch vorgeschlagenen Maßnahmenpakete
und betonten, es gehe darum diese Maßnahmen abgestimmt zu realisieren
und nicht einzelne herauszugreifen.
Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph
Leitl, wies darauf hin, dass das Weißbuch ein langfristig wirksamer
Wegweiser zu Vollbeschäftigung und Wachstum sei. Dabei müssten
"heilige Kühe kritisch hinterfragt werden". Er schlug vor, ein
begleitendes Monitoring zu schaffen und einmal jährlich
festzustellen, wie weit die Maßnahmen auch umgesetzt wurden. Die
Sozialpartner seien auf der sachpolitischen Ebene angesiedelt und
seien daher nicht an den Regierungsverhandlungen beteiligt. "Die
Positionen der Sozialpartner liegen nicht so weit auseinander, sodass
ein Kompromiss möglich sein sollte." WIFO-Leiter Karl Aiginger und
seine Expertinnen und Experten sollten sich dabei als Brückenbauer
zur Verfügung stellen.
Der Präsident der Bundesarbeitskammer Österreich, Herbert Tumpel,
wertete das Weißbuch als Indiz dafür, dass Vollbeschäftigung in
Österreich trotz Globalisierung und der Kompetenzteilung zwischen
nationaler und EU-Politik möglich sein sollte. "Wir brauchen in
Österreich dringend mehr Wachstum und Beschäftigung. Die Grundaussage
des WIFO-Weißbuchs, dass dafür das Wachstum angekurbelt und das
Arbeitskräfteangebot gesteuert werden muss, unterstreiche ich voll
und ganz."
Für den ÖGB sei es wichtig, sagte ÖGB-Präsident Rudolf
Hundstorfer, dass die Menschen in Österreich Arbeit haben. Im
Weißbuch fänden sich dazu viele Vorschläge. In einigen Punkten habe
die Gewerkschaft Diskussionsbedarf, sie sei aber sowohl zur
Diskussion bereits als auch dazu, "Brücken zu schlagen".
Der Vizepräsident der Präsidentenkonferenz der
Landwirtschaftskammern Österreich, Gerhard Wlodkowski, wies darauf
hin, dass Arbeit für die Menschen im ländlichen Raum besonders
wichtig sei, weil viele als Nebenerwerbslandwirte tätig seien. Er
unterstrich die Bedeutung der Landwirtschaft für die Beschäftigung.
Jeder der in der Landwirtschaft Tätigen sichere je einen weiteren
Arbeitsplatz in der vor- und nachgelagerten Stufe.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der folgenden WIFO-Studie:
Karl Aiginger, Gunther Tichy, Ewald Walterskirchen (Projektleitung
und Koordination), Weißbuch: Mehr Beschäftigung durch Wachstum auf
Basis von Innovation und Qualifikation. Zusammenfassung (im Auftrag
von Wirtschaftskammer Österreich, Bundesarbeitskammer,
Österreichischem Gewerkschaftsbund und Landwirtschaftskammer
Österreich, mit finanzieller Unterstützung von Oesterreichischer
Nationalbank, Androsch International Consulting, Investkredit,
Gewerkschaft Metall - Textil, Raiffeisenlandesbank Oberösterreich,
Langes-Swarovski, Rauch Fruchtsäfte Ges.m.b.H.; 207 Seiten, 40 Euro,
kostenloser Download:
http://publikationen.wifo.ac.at/pls/wifosite/wifosite.wifo_search.get
_abstract_type?p_language=1&pubid=27418!
Rückfragehinweis:
Dr. Hannes Leo Stellvertretender Leiter Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO Tel. +43 1 798 26 01-248 * Fax. +43 1 798 93 86 mailto:[email protected]
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