- 17.10.2006, 09:43:51
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Studie bestätigt Chancen eines Container-Liniendienstes auf der Donau
Wien (OTS) - Was auf anderen europäischen Flüssen längst üblich
ist, gibt es auf der Donau bis dato nicht: Container-Liniendienste.
Zweistellige Wachstumsraten im globalen Warenverkehr und chronische
Kapazitätsprobleme der wichtigsten nordwest-europäischen Seehäfen
zeigen, dass gerade jetzt die Zeit reif für Alternativen im
Containerverkehr von und nach Zentraleuropa ist. Als Basis für die
konkrete Umsetzung hat via donau in Zusammenarbeit mit den Häfen
Krems und Konstanza eine Machbarkeitsstudie namens COLD - Container
Liner Service Danube erstellt. Anstoß zur Machbarkeitsuntersuchung
war ein Treffen des rumänischen Staatssekretärs Galiatatos mit
Staatssekretär Kukacka. Diese Studie analysiert nun erstmals
detailliert die Chancen und Risiken eines Container-Liniendienstes
auf der Donau zwischen Österreich und dem Schwarzen Meer.
Die Studie beleuchtet unter anderem Laufzeit, Kosten und Kapazität
von regelmäßigen Binnenschifftransporten zwischen Krems und
Konstanza. Mit konventionellen Binnenschiffen und zwei Lagen
Containern ergeben sich Transportkosten vergleichbar mit den
Bahntarifen in die Nordseehäfen. In einem "optimierten Szenario" mit
containergerechten Schiffen mit größerer Kapazität (3 Lagen
Container) werden signifikante Kostenvorteile erreicht. Der Rundlauf
Krems-Konstanza-Krems dauert dabei rund 16 Tage. Die Langsamkeit der
Donauschifffahrt wird von der Studie ebenfalls relativiert: Bei
Gesamtbetrachtung von Europa-Asien-Verkehren dauert die Variante
Konstanza plus Donau aufgrund der kürzeren Hochseestrecke ab dem
Suez-Kanal gleich lang wie die Variante Hamburg plus Eisenbahn. Die
Kostenvorteile betragen jedoch bis zu 20 %! Zudem weist die
Logistikkette unter Einschluss der Donauschifffahrt eine positive
Umweltbilanz (- 16% CO2 pro Container) auf.
Weltweit steigende Umschlagszahlen im Containerverkehr
Die bedeutendsten Containerhäfen der Welt verzeichnen rasant
wachsende Umschlagszahlen. So wird bis zum Jahr 2015 mit einem
jährlichen Containerumschlag von 600 bis 700 Mio. TEU (Twenty-foot
Equivalent Unit) gerechnet. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2005
noch 350 Mio. TEU. Neben Straße und Bahn kann dabei die
Binnenschifffahrt für die Abwicklung des Hinterlandverkehrs
eingesetzt werden, wie erfolgreiche Beispiele an Rhein, Rhône, Seine
oder den belgischen Wasserstraßen zeigen. "Für die Donau könnte sich
durch den Aufschwung von Konstanza, eine große Chance ergeben, nun
eine ähnlich positive Entwicklung zu nehmen", so via
donau-Geschäftsführer Manfred Seitz.
Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie sieht via donau ihre Rolle
nun in der Zusammenführung der Interessenslagen und in der
Unterstützung von interessierten Unternehmen bei der Erstellung eines
Betriebskonzeptes unter Berücksichtigung nationaler und
EU-Förderangebote. Ziel eines Container-Liniendienstes auf der Donau
ist es, der österreichischen Wirtschaft eine kostengünstige und
attraktive Alternative zu Verfügung zu stellen. Bei einer intensiven
Planung und rascher Realisierung ist ein Start von regelmäßigen
Containerverkehren zwischen Österreich und Rumänien schon im Jahr
2007/2008 denkbar.
Die Studie kann unter www.via-donau.org/cold abgerufen werden.
Containerliniendienste auf der Donau sind auch ein wichtiges Thema
beim 3. Danube Summit 2006, welcher am 18. und 19. Oktober 2006 in
Budapest stattfindet. (www.danubesummit.com).
Rückfragehinweis:
via donau - Österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft mbH Mag. Eva Michlits 1220 Wien, Donau-City-Straße 1 Tel: +43 50 4321 1400 eva.michlits@via-donau.org www.via-donau.org
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