ARBÖ: Vorsicht Radler - auch sonnige Herbsttage haben ihre Tücken

ARBÖ-Tipps: So kommen Sie mit dem Fahrrad sicher durch den Herbst

Wien (OTS) - Die sonnigen, warmen Herbsttage sorgen dafür, dass Mitte Oktober noch erstaunlich viele Radfahrer auf Österreichs Straßen unterwegs sind. Die herbstlichen Widrigkeiten der Natur halten sich bisher stark zurück. Dennoch sollten sich Radfahrer darauf gefasst machen, dass Nebel, Nässe und Kälte im Oktober hinter jeder Ecke lauern können". Und dann wird es für die Radler nicht nur ungemütlich, sondern auch gefährlich", warnen die ARBÖ-Verkehrsexperten.
Wer sich jedoch gut vorbereitet, kann auch im Herbst gut und sicher per Rad unterwegs sein

Zwt: "Sehen und gesehen werden"

Trotz hervorragender Wettervorhersagen können vor allem in der Früh und gegen Abend Nebel, Zwielicht und düstere Lichtverhältnisse auftreten. Dadurch ist die Sicht der Radler, aber auch die Erkennbarkeit des Fahrrades für andere Verkehrsteilnehmer, beeinträchtigt

Sehen und gesehen werden" ist die lebenswichtige Devise. Die richtige Beleuchtung sollte selbstverständlich komplett funktionstüchtig sein - nicht nur, weil es die Straßenverkehrsordnung vorschreibt. Empfehlenswert wäre eine Standlichtfunktion, sodass Radler beim Warten, beispielsweise an Kreuzungen, nicht im Dunklen stehen. Zudem müssen die vorgeschriebenen Reflektoren am Fahrrad vorhanden sein, so die ARBÖ-Techniker.

Richtige Bekleidung mit reflektierenden Textilzonen

Zur Sicherheit beim Radfahren auf Straßen gehört auch die richtige Kleidung sowie ein geprüfter Radhelm. Je bunter die Kleidung ist, desto besser wird man von den übrigen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen. Die Oberbekleidung sollte dünn und atmungsfähig, winddicht und Wasser abweisend sein. Da der Körper beim Radeln genug Eigenwärme entwickelt, sind dicke, wärmende Kleidungsstücke überflüssig. Vielmehr sollte das "Zwiebelprinzip" angewandt werden -mehrere Kleidungsstücke übereinander tragen. Nicht vergessen werden sollte auf warme und Wasser abweisende Handschuhe, die jedoch noch genug Gefühl zum Schalten und Bremsen lassen. Außerdem sollten "herbstliche Radler" Schuhe mit rutschfester Sohle tragen.

Gefahr rutschige Fahrbahn

Trotz Sonne und Wärme untertags müssen Radfahrer gerade in der Früh und am Abend mit nassen und somit glatten Straßen rechnen. Radler müssen lernen, die Fahrbahn "zu lesen": Ein Anhaltspunkt für die Glätte einer Fahrbahn ist beispielsweise die Reflexion des Lichts. Je glatter, desto stärker spiegelt sich das Licht. Besonders gefährlich sind lokal begrenzte Änderungen der Fahrbahngriffigkeit durch Laub, Kastanien oder Fallobst, die den Radweg schnell in eine Rutschbahn verwandeln. Nicht zu vergessen oder zu unterschätzen sind Windböen, die den Radler von der Fahrbahn abbringen können.

Bei Nässe längerer Bremsweg

Die Bremsen müssen auch unter widrigen Bedingungen kraftvoll zupacken können. Tauschen Sie deshalb abgefahrene Bremsbeläge rechtzeitig aus. Die ARBÖ-Techniker erinnern daran, dass Felgenbremsen im Gegensatz zu Trommel- oder Rücktrittbremsen bei Nässe einen längeren Bremsweg haben. Der Sattel sollte so niedrig eingestellt werden, dass man mit beiden Füßen bequem den Boden erreichen kann.

Regelmäßige Radpflege gerade im Herbst

Wer das Rad auch im Herbst regelmäßig verwendet sollte es auch pflegen, da Regen und Schmutz die Fahrzeugteile stark beanspruchen. ARBÖ-Tipp: regelmäßiges Reinigen und Einfetten von Brems- und Seilzügen, Ölen der Kette sowie die Überwachung des Reifenluftdrucks. Für die Bereifung gilt, dass sich breitere Reifen mit ausgeprägtem Profil besser für Fahrten bei Nässe und Schnee eignen. Um die Bodenhaftung zu erhöhen sollte der Luftdruck etwas verringert werden.

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