Kräuter zu Eurofighter: Gegengeschäftsschmäh zieht nicht mehr

Kräuter ersucht RH um Berichtsvorlage

Wien (SK) - SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther stellt zu der aufflammenden Eurofighter-Gegengeschäftsdiskussion fest, dass es an der Zeit wäre, sich "vom Gegengeschäftsschmäh zu verabschieden". Kräuter: "Die angeblichen großen Brocken der Gegengeschäfte, der FACC und der MAN-Auftrag sind bei seriöser Betrachtung über weite Strecken nicht als Gegengeschäft anrechenbar." ****

"FACC hatte schon 40 Tage vor der Eurofighterentscheidung den Airbus 380-Auftrag in der Tasche, daher entspricht das Geschäft nicht dem Kriterium der Zeitlichkeit. Beim MAN-LKW-Auftrag werden viele Einheiten im Ausland produziert, daher kommt das fehlende Kriterium 'inländische Wertschöpfung' zum Tragen. Von insgesamt vier Milliarden Euro zu reden, erübrigt sich darüber hinaus ohnehin, eine Milliarde Euro sollte mit so genannten fiktivem Wissenstransfer in einer abenteuerlichen Hochrechnung dazugemogelt werden", so Kräuter

Kräuter ersucht Rechnungshofpräsident Josef Moser, den überfälligen Rechnungshofbericht auf Grund des Sonderprüfauftrages der SPÖ vor dem 30. Oktober dem Parlament zuzuleiten: "Ich möchte auf Basis der Erhebungen der Prüfer mit Herrn Bartenstein die Diskussion über angebliche zusätzliche Arbeitsplätze führen", schloss der SPÖ-Rechnungshofsprecher. (Schluss) ns

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