- 06.10.2006, 09:28:32
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ARBÖ: Schulkinder klagen über zu kurze Grünphasen bei Fußgängerampeln
ARBÖ-Malwettbewerb "Was mich am Schulweg nervt" zeigt: Schüler sind verunsichert
Wien (OTS) - "Also mich nervt total, dass die Ampel nur ganz kurz
grün ist", beklagt sich der achtjährige Fabian. Auf seinem Weg zur
Schule im 3. Bezirk muss er den Rennweg bei der Kreuzung Kleistgasse
überqueren. "Das is' urblöd, weil es schon wieder rot wird, wenn ich
in der Mitte der Straße bin und die Autos, die einbiegen, rasen daher
und hupen."
Fabian ist einer von vielen Gewinnern einer Mal- und
Schreibaktion, die der ARBÖ zu Schulbeginn ins Leben gerufen hat.
Der ARBÖ wollte von Pflichtschülern und Schülerinnen wissen, was sie
am Schulweg nervt, aber auch was ihnen gefällt. Warum sie sich
manchmal nicht ganz sicher oder wohl fühlen und was sie ändern oder
verbessern möchten.
Bei den zahlreichen Einsendungen zeigte sich ein besonders großes
Problem, das gleich mehrere Kinder belastet: viel zu kurze Grünphasen
bei den Fußgänger-Ampeln.
So schrieb zum Beispiel auch die 7jährige Marcella dem ARBÖ: "Ich
soll ja nicht bei ROT über die Straße gehen, sagen meine Eltern und
die Frau Lehrerin fast jeden Tag. Wenn jemand anderer bei ROT über
die Straße geht, dann schimpft meine Mama immer und sagt, der ist
dumm und unvorsichtig!"
Auch Marcella muss in Floridsdorf (Am Spitz/Floridsdorfer
Hauptstraße, vor Gerngross-Passage) eine Straße überqueren, wo die
Grünphase der Fußgängerampel viel zu kurz geschalten ist, so dass es
für sie unmöglich ist die gegenüberliegende Seite noch bei grün zu
erreichen. Das verunsichert die junge Dame natürlich. "Ich lauf dann
immer ganz schnell über die Straße, damit niemand mit mir schimpft.
Ich bin ja gar nicht dumm oder unvorsichtig, weil ich kann gar nix
dafür."
Mitte der Woche überreichte der Vizepräsident des ARBÖ-Wien, Fritz
Beidler, die ersten Preise an die Wettbewerbsteilnehmerinnen des
Horts in Wien 3., Eslarngasse 23. Er versicherte den Kindern bei der
Preisübergabe, dass sich der ARBÖ-Wien so schnell wie möglich dafür
einsetzen wird, dass die Grünphase der beschriebenen Kreuzungen für
die Fußgänger verlängert wird.
"Ich fürcht' mich auch oft vor den Autos, weil die alle so schnell
daher rasen", gesteht ihm die sechsjährige Natascha. Die schaun ja
gar nicht und bleiben auch fast nie stehn. Ich wart halt dann immer,
bis endlich keines mehr kommt und dann lauf ich schnell los".
"Der Schulweg darf für Kinder kein lebensgefährlicher
Spießrutenlauf sein und muss unbedingt sicherer werden", so der
ARBÖ-Appell an alle Autofahrer. "In Schulnähe ist defensive Fahrweise
angesagt. Weg vom Gas und bremsbereit fahren muss die Devise sein, da
sich Kids oft unberechenbar verhalten und für Kinder generell Vorrang
gilt, auch abseits der Zebrastreifen", betonte Beidler.
Anlass für die Schul-Aktion des ARBÖ war die Tatsache, dass allein
im ersten Halbjahr 2006 1118 Kinder verunfallt sind, davon 486 als
Fußgänger.
"Diese erschütternden Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, ein
umfassendes Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit am Schulweg
zusammenzustellen und umzusetzen", betonte der Vizepräsident des
ARBÖ-Wien.
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Astrid Kasparek
Tel.: (++43-1) 89121-240
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at
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