- 04.10.2006, 09:27:20
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Margarine und Speiseöle werden teurer
Eine Fülle von Kostenerhöhungen zwingt die Branche zu Preisanpassungen
Wien (PWK651) - Der spürbare Anstieg der Kosten für
Rohwaren/Ölsaaten, Energie und Verpackung in den letzten Monaten
zwingt die österreichischen Hersteller von Margarinen und Speisölen
ihre Kalkulationen den gestiegenen Preisen anzupassen. Mit der
Anhebung der Preise für Margarine und Speiseöle ist daher in nächster
Zeit zu rechnen.
Vor allem die Kosten für Rohwaren sind im letzten halben Jahr
aufgrund der stark steigenden Mineralölpreise drastisch gestiegen.
"Die von vielen Seiten gepriesene Mineralölsubstitution durch
Pflanzenöle hat eben auch ihre Schattenseiten", heißt es aus der
betroffenen Branche. "Immer wieder wird ein Szenario dargestellt, das
den Eindruck erweckt, die Substitutionsrohstoffe würden unbeschränkt
zur Verfügung stehen - man müsste nur genug anbauen. Dass dieser
"Ölhunger" auch die Preise für Speiseölsaaten nach oben drückt, wurde
bisher nicht wahrgenommen."
Insbesondere die Preise für Rapssaat sind in den vergangenen
Monaten stark gestiegen (+25 % gegenüber dem Vorjahr). "Daran sind
nicht nur die steigenden Preise für Ölsaaten auf den Weltmärkten,
sondern auch die im Vergleich zum Vorjahr witterungsbedingt
geringeren Rapserträge pro Hektar in der EU schuld", wird aus dem
Verband der Speiseöl- und Fettindustrie vermeldet. Trotz
Flächenausweitung fährt die EU heuer eine geringere Rapsernte als im
Vorjahr ein. Die Hektarerträge werden voraussichtlich um 8 % fallen.
Auch die Einstandskosten für andere Rohöle erreichten im August
Spitzenwerte (z.B. Palmrohöl +11,7 %, Sojaöl gentechnikfrei +25,4 %
und Kokos +9,82 %).
Nicht allein die Verteuerungen der Rohwaren machen den Speiseöl-
und Margarineproduzenten zu schaffen. Auch die gestiegenen Preise für
Verpackungen (durchschnittlich +6 %), Energie und Transport ( +5 %)
zwingen zu dieser Wertanpassung bei Margarine und Speiseölen in
unterschiedlichem Ausmaß. (us)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Fachverband der Nahrungs- und Genussmittelindustrie Verband der Speiseöl- und Fettindustrie Tel.: (++43) 01/712 21 21 - 56 mailto:[email protected] http://dielebensmittel.at
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