- 29.09.2006, 10:21:55
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Greenpeace zu Elefantenrunde: ÖVP Energiestiftung lediglich potemkisches Dorf
Mangelnde Seriosität bei Konzepten zu erneuerbarer Energie bei Elefantenrunde
Wien (OTS) - Mangelnde Seriosität und fehlende Ernsthaftigkeit
beim Thema Ausbau erneuerbarer Energien attestiert Greenpeace den
Spitzenvertretern der Parteien bei der gestrigen Elefantenrunde. "Es
ist zwar erfreulich, dass zumindest alle Parteien ambitionierte
Ausbauziele für erneuerbare Energien unterstützen, bei Ideen zur
Zielerreichung gibt es noch deutlichen Nachholbedarf.", kritisiert
Greenpeace Energiesprecher Erwin Mayer. Bereits im letzten
Regierungsprogramm war der massive Ausbau erneuerbarer Energien auf
30% bis 2010 vorgesehen, tatsächlich aber ist dieser Anteil von 2000
bis 2003 von 23% auf 21% gesunken, Tendenz weiter fallend. Auch das
Toronto-Klimaschutzziel, das eine 20%ige CO2-Reduktion von 1987 bis
2005 vorsah, wurde mit 1. Jänner 2006 deutlich verfehlt, Österreich
stößt heute mehr CO2 aus denn je. "Wir hoffen, dass für die
versprochene Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien bis 2020
auf 45% erstmals auch die entsprechenden Rahmenbedingungen zur
Umsetzung geschaffen werden.", betont Mayer.
Als Beispiel für den massiven Nachholbedarf bei der
Konkretisierung der eingesetzten Mittel kritisiert Mayer die
Energiestiftung der ÖVP. So gäbe es keinerlei Angaben zur
Finanzierung und Verwendung der genannten Summe von 500 Millionen
Euro, dafür jede Menge offenen Fragen: ist dieser Betrag aus dem
Budget oder von Konzernen zu finanzieren, wird er jährlich oder
insgesamt bis 2020 ausgeschüttet werden? Wer ist Nutznießer der
Stiftung und wann werden die geförderten Technologien, z.B.
Windräder, Biogasanlagen, Biotreibstoffraffinerien- und Tankstellen
auch tatsächlich installiert, um noch rechtzeitig für die
Zielerreichung 2020 wirksam zu werden?
Sehr konkret hingegen war die Vorgangsweise von ÖVP, SPÖ und BZÖ
bei der Zerstörung des Ökostromgesetzes und der Kürzung der
Förderungen für Windenergie, Biomasseverstromung und Strom aus
Erdwärme um über 75%. Österreichs Anteil erneuerbarer Energien an der
gesamten Stromproduktion sinkt daher jetzt noch schneller ab, als im
Schnitt der letzten 10 Jahre und ist mittlerweile bei 63% angelangt,
in den 90er Jahren waren es noch 70%.
Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE Mag. Britta Schwarz, Pressesprecherin Tel.: (++43) 664 61 26 721 mailto:[email protected] Mag. Erwin Mayer, Energiesprecher Tel.: (++43) 664 27 00 441 mailto:[email protected]
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