Cap zu Gastinger: "Sehe keinen Grund, sie als unabhängige Justizministerin anzunehmen"

Wien (SK) - Die Begründung von Justizministerin Gastinger, warum sie aus dem BZÖ ausgetreten sei - weil sie sich ansonsten nicht mehr in den Spiegel schauen könne - hält der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Josef Cap für wenig glaubwürdig. "Sie hätte ja auch schon vor zwei Jahren austreten können. Sie war aber bei der FPÖ, sie war beim BZÖ, hat deren Politik mitgetragen, darum ist ihre nunmehrige Begründung für den Austritt etwas seltsam", so Cap. Jedenfalls sieht der gf. SPÖ-Klubobmann keinen Grund dafür, sie als unabhängige Justizministerin anzunehmen. ****

Cap erinnerte daran, dass sie in der Causa rund um die BAWAG und Flöttl jr. eine merkwürdige Rolle gespielt habe. "Wir haben uns immer für die Unabhängigkeit der Justiz gekämpft. Da hätte ich mir erwartet, dass Gastinger ebenfalls mit mehr Nachdruck für diese Unabhängigkeit kämpft", sagte Cap. Er sieht viel eher hinter diesem Rücktritt das Drehbuch der ÖVP, da Gastinger nicht ausschließt, nach der Wahl wieder zur Verfügung zu stehen. Cap sieht eine Wiederholung des Falls Grasser im Jahr 2002. (Schluss) ns

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