• 25.09.2006, 14:00:42
  • /
  • OTS0192 OTW0192

Bures: Schüssels neue Lehrstellen-Lüge

Jugendarbeitslosigkeit unter Schüssel verdoppelt - 7.000 Lehrstellen weniger als im Jahr 2000 - 77 Millionen Euro für 400 zusätzliche Lehrstellen seit 2004

Wien (SK) - "Schüssel wurde schon wieder bei einer Lüge ertappt",
sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures. "Zur Eurofighter-Lüge,
Bildungs-Lüge, Pensions-Lüge und Vollbeschäftigungs-Lüge kommt jetzt
die Lehrstellen-Lüge", so Bures. Schüssel und Wirtschaftsminister
Bartenstein sprechen von "16.000 neuen Lehrstellen" - in Wahrheit
sind es 7.000 weniger als zu seinem Amtsantritt und nur um 400 mehr
als vor zwei Jahren. Außerdem hat Schüssel versprochen, die
Jugendarbeitslosigkeit zum Verschwinden zu bringen, "in Wahrheit will
er aber nur die arbeitslosen Jugendlichen, die länger als drei Monate
arbeitslos sind, in einem Kurs verstecken", kritisierte Bures. ****

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin zog in Reaktion auf den heutigen
"Assistenz-Einsatz für Schüssel" von Wirtschaftskammerpräsident Leitl
eine Bilanz, was sechs Jahre Schüssel für die Jugendlichen bedeutet
haben: Die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen verdoppelt. Sie
liegt heute bei 10 Prozent, vor sechs Jahren waren es nur fünf
Prozent (Eurostat-Berechnung). Nach der Statistik des AMS sind heute
(Stand Ende August) um 80 Prozent mehr Jugendliche arbeitslos als vor
sechs Jahren (52.780, davon 18.569 Schulungen). Dazu kommen rund
20.000, die eine Lehrstelle in einem Betrieb brauchen.

Schüssel hat versprochen, er werde die "Jugendarbeitslosigkeit zum
Verschwinden bringen". "Tatsächlich hatte er das aber nie vor",
betonte Bures dazu, "denn wie immer bei Schüssel muss man das
Kleingedruckte sehr genau lesen". Da heißt es dann: Wer länger als
drei Monate arbeitslos ist, soll in einen AMS-Kurs kommen. "Das
bleibt von Schüssels grandiosem Plan übrig: Wer länger als drei
Monate arbeitslos ist, wird in einer Schulung versteckt."

Nach aktuellem Stand würde das die 5.800 Jugendlichen betreffen,
die Ende August länger als drei Monate arbeitslos waren. Insgesamt
brauchen aber rund 70.000 junge Menschen einen Job oder eine
Lehrstelle. "Nicht einmal einem Zehntel von ihnen will Schüssel einen
AMS-Kurs spendieren und nennt das dann 'die Arbeitslosigkeit zum
Verschwinden bringen' - unverschämter wurde die Jugend in Österreich
noch nie belogen", fasste Bures. Sie sprach in dem Zusammenhang von
70.000 Gründen, die Regierung Schüssel abzuwählen.

Auch bei den Lehrstellen ist die Bilanz der Regierung Schüssel
mehr als traurig, setzte Bures fort. Gab es im Jahr 2000 noch 126.600
Jugendlichen mit einer betrieblichen Lehrstelle, waren es vier Jahre
später nur mehr 119.071 Lehrlinge (Stand Ende Dezember 2004). Heuer
im August waren es 119.471 - trotzdem behaupten Schüssel und
Bartenstein in der letzten Zeit immer wieder, es gäbe durch den
Blum-Bonus "16.000 neue Lehrstellen". In Wahrheit sind es freilich
nur 16.000 Förderfälle und im Vergleich zum Jahr 2004 gerade einmal
400 zusätzliche Lehrstellen, und das bei einem Einsatz von 77
Millionen Euro für die Blum-Förderung pro Jahr. (Schluss) wf

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel