• 21.09.2006, 14:45:45
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Schenz: "Tabakmonopol hat in einer sozialen Marktwirtschaft mit Verantwortung berechtigten Platz"

"Erfolgsmodell, das sich Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft stellt" - Anzahl der Trafiken, die von Menschen mit Behinderung geführt werden, nimmt stetig zu

Wien (PWK616) - "In einer sozialen Marktwirtschaft mit
Verantwortung hat auch ein Monopol wie das Einzelhandels-Tabakmonopol
seinen berechtigten Platz" - mit diesen Worten eröffnete Richard
Schenz, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die
Festveranstaltung anlässlich des zehnjährigen Bestandsjubiläums des
neuen Tabakmonopols. 1996 machten die Vorgaben der Europäischen Union
eine Neugestaltung des Tabakmonopols notwendig. Damit entstand für
den Berufsstand der Tabaktrafikanten eine neue Grundlage.

"Das Gesetz hat sich bewährt", zeigte sich Behindertenanwalt
Herbert Haupt zufrieden. Denn das Tabakmonopol erfüllt heute genauso
wie bei seiner erstmaligen Einführung im Jahr 1784 ein zentrales Ziel
- Menschen mit Behinderung eine Lebensgrundlage als Unternehmer zu
geben. "Seit dem neuen Tabakmonopolgesetz stieg der Anteil der
Menschen mit Behinderung an den Tabakfachgeschäftsinhabern von 29 auf
45 Prozent. Dazu beschäftigen die Trafiken auch eine Vielzahl von
Arbeitnehmern mit Behinderung - ein Grund mehr, das 10
Jahres-Jubiläum zu feiern", führte Michael Svoboda, Präsident des
Kriegsopfer- und Behindertenverbandes, bei der Festveranstaltung aus.

"Das Monopol nützt auch dem Konsumenten", hob Peter Trinkl, Obmann
des Bundesgremiums der Tabaktrafikanten in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), hervor: "Nur auf dieser Grundlage können wir die
Bevölkerung mit einem breiten Sortiment an Zeitschriften und
Rauchwaren versorgen."

Als "gutes, typisch österreichisches Modell" bezeichnete Erich
Lemler, Obmann der Bundessparte Handel der WKÖ, das
Tabakeinzelhandelsmonopol. Sowohl er als auch WKÖ-Vizepräsident
Schenz unterstrichen die Bedeutung der Trafikanten in Sachen
Nahversorgung: "Hier spielen die fast 8.000 Trafikanten eine zentrale
Rolle, auch weil sie bewusst vor allem in Wohngebieten, aber kaum in
Einkaufszentren angesiedelt sind." "Jeder hat ‚seinen’ Trafikanten",
führte Schenz aus, der für einen österreichischen Weg im Umgang
zwischen Rauchern und Nichtrauchern eintritt. "Rauchkultur muss auch
in Zukunft ihren Platz in unserem Land haben. Der Berufsstand der
Trabaktrafikanten ist nicht nur für diese Rauchkultur, sondern auch
in seiner Gesellschaftsfunktion unverzichtbar. Die Wirtschaftskammer
unterstützt daher die Trafikanten auf ihrem Weg", so Schenz
abschließend. (JR)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   BGr der Tabaktrafikanten
   Dr. Rolf Gleißner
   Tel.: (++43) 0590 900-3338
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/tabaktrafik

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