Ärztekammer zu OP-Wartezeiten: Auch an Nachmittagen wird operiert

Spitalsärztesprecherin räumt aber Wartelisten ein - "Wir haben immer vor den drohenden Personalengpässen gewarnt"

Wien (OTS) - Die Ärztekammer schaltet sich in die aktuelle Diskussion um Wartezeiten für OP-Termine ein. In einer Aussendung bekräftigte heute, Dienstag, die Obfrau der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien, Gabriele Kogelbauer, individuelle Wartezeiten "bei gewissen Eingriffen". Unzutreffend sei jedoch der Vorwurf, dass nur in der Kernarbeitszeit zwischen 8.00 und 13.00 Uhr operiert würde: "Wir Ärztinnen und Ärzte stehen auch an Nachmittagen im OP und unseren Patienten zur Verfügung", so Kogelbauer. ****

Unbestritten sei jedoch ein nach wie vor evidentes Personalproblem. Diese Personalengpässe hätten jedenfalls auch immer wieder Auswirkungen sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Bereich.

Verwundert zeigte sich Kogelbauer, dass gerade die ÖVP-Gesundheitssprecherin (Ingrid Korosec, Anm.) vor einer drohenden Zwei-Klassen-Medizin warnt. Gerade die Ärztekammer hätte in der Vergangenheit immer wieder die Bundesregierung aufgefordert, effiziente Maßnahmen gegen die drohende Aushöhlung des österreichischen Gesundheitssystems zu setzen. "Es ist schon traurig, um nicht zu sagen kümmerlich, wenn sich in Vorwahlzeiten die Parteien jedes Gesundheitsthemas annehmen, um es dann nach dem Wahltermin sehr rasch wieder zu vergessen", so Kogelbauer abschließend. (hpp)

Rückfragen & Kontakt:

Ärztekammer für Wien - Pressestelle
Dr. Hans-Peter Petutschnig
Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/1014222
Fax: (++43-1) 51501/1289
hpp@aekwien.at
http://www.aekwien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAW0001