- 19.09.2006, 13:38:04
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Ärztekammer zu OP-Wartezeiten: Auch an Nachmittagen wird operiert
Spitalsärztesprecherin räumt aber Wartelisten ein - "Wir haben immer vor den drohenden Personalengpässen gewarnt"
Wien (OTS) - Die Ärztekammer schaltet sich in die aktuelle
Diskussion um Wartezeiten für OP-Termine ein. In einer Aussendung
bekräftigte heute, Dienstag, die Obfrau der Kurie angestellte Ärzte
der Ärztekammer für Wien, Gabriele Kogelbauer, individuelle
Wartezeiten "bei gewissen Eingriffen". Unzutreffend sei jedoch der
Vorwurf, dass nur in der Kernarbeitszeit zwischen 8.00 und 13.00 Uhr
operiert würde: "Wir Ärztinnen und Ärzte stehen auch an Nachmittagen
im OP und unseren Patienten zur Verfügung", so Kogelbauer. ****
Unbestritten sei jedoch ein nach wie vor evidentes
Personalproblem. Diese Personalengpässe hätten jedenfalls auch immer
wieder Auswirkungen sowohl für den ambulanten als auch für den
stationären Bereich.
Verwundert zeigte sich Kogelbauer, dass gerade die
ÖVP-Gesundheitssprecherin (Ingrid Korosec, Anm.) vor einer drohenden
Zwei-Klassen-Medizin warnt. Gerade die Ärztekammer hätte in der
Vergangenheit immer wieder die Bundesregierung aufgefordert,
effiziente Maßnahmen gegen die drohende Aushöhlung des
österreichischen Gesundheitssystems zu setzen. "Es ist schon traurig,
um nicht zu sagen kümmerlich, wenn sich in Vorwahlzeiten die Parteien
jedes Gesundheitsthemas annehmen, um es dann nach dem Wahltermin sehr
rasch wieder zu vergessen", so Kogelbauer abschließend. (hpp)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle Dr. Hans-Peter Petutschnig Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/1014222 Fax: (++43-1) 51501/1289 mailto:[email protected] http://www.aekwien.at
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