• 18.09.2006, 07:31:58
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Giftige Substanzen in Laptops: Greenpeace-Untersuchung überführt Hewlett-Packard der Unwahrheit

Wien/Amsterdam (OTS) - Die Umweltorganisation Greenpeace
veröffentlichte heute eine Studie, der zufolge giftige Substanzen in
bekannten Marken-Laptops nachgewiesen wurden. Zu den am stärks¬ten
belasteten Geräten zählen Laptops der Marken Hewlett-Packard und
Apple. Die unternehmens¬eigene Aussage, Hewlett-Packard verzichte bei
seinen Produkten seit vielen Jahren auf den Einsatz von decaBDE
(problematische, bromierte Brandschutzmittel), erwies sich als glatte
Unwahrheit. Diese Problem-Chemikalien konnten von Greenpeace nach wie
vor nachgewiesen werden.

Unter anderem zeigte der Greenpeace-Report "Giftige Chemikalien in
Computern", dass der HP-Laptop hohe Konzentrationen zahlreicher
Chemikalien in seinen Komponenten aufweist, im Ventilator sogar die
mit Abstand höchsten Werte bei PBDEs (einer Sorte von
Brandschutzmitteln), darunter decaBDE. In den Lötstellen wurde
darüber hinaus Blei nachgewiesen. Beim Apple Macbook ergaben sich im
Ventilator bedenkliche Konzentrationen einer anderen giftigen
Chemikalie - BFR (TBBPA) im Ausmaß von 262 mg/kg. Viele der
entdeckten Substanzen wie etwa Blei, PVC und einige Brandschutzmittel
sind gesundheits- und umweltgefährdend. "So unterschiedlich die
untersuchten Laptops im Design auch sein mögen, giftige und
gefährliche Substanzen sind in allen enthalten", so Herwig Schuster,
Chemieexperte bei Greenpeace in Wien.

Die nun offenkundige Unwahrheit von Hewlett-Packard bezüglich der
verwendeten Brandschutz¬hem¬menden Substanzen führte dazu, dass das
Unternehmen beim Greenpeace-Ranking ´Guide to Greener Electronics’ um
einige Plätze rückgestuft wurde. Dieser Greenpeace-Konsumentenguide
reiht die Hersteller von PCs und Mobiltelefonen hinsichtlich ihrer
Produktionsweise und ihrer Rücknahme- und Recycling-Politik. HP war
bislang als drittbestes Unternehmen mit 5,7 von 10 möglichen Punkten
gereiht und hält nun nur noch den 6. Platz mit einem Punktestand von
4,7.

"Es ist bedenklich, dass sogar Topunternehmen sich verschlechtern,
anstatt sich verstärkt darum zu bemühen, giftige Substanzen aus ihren
Produkten zu entfernen", bedauert Schuster. "HP hat es nicht
geschafft, seine vollmundigen Behauptungen in die Tat umzusetzen.
Apple erweist sich eher als Industrie-Dinosaurier und nicht als das
fortschrittliche und umweltbewusste Unternehmen, als das es sich
gerne selbst darstellt", so Schuster.

Greenpeace fordert, dass die Elektronikindustrie weltweit ihre
Produkte durch Verzicht auf alle Risiko-Chemikalien wie bromierte
Flammschutzmittel, Blei oder PVC und durch die Erhöhung der
Recyclingfähigkeit verbessert. "Ausserdem ist ein globales
Rücknahmesystem unbedingt notwendig. Sonst besteht die große Gefahr,
dass die Umweltkatastrophen in China und Indien durch unsachgemäße
Elektonikschrott-Entsorgung weitergehen werden", so Schuster
abschließend.

Greenpeace-Report "Toxic Chemicals in Computers Exposed": Download
unter www.greenpeace.at

Rückfragehinweis:

Thomas Hohenberger, 
   Pressesprecher, 
   +43-664-5308186
   
   DI Herwig Schuster, 
   Greenpeace-Chemieexperte,
   +43-664-4319214

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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