- 15.09.2006, 09:34:14
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SPÖ-Frauen: "Roter Faden der SPÖ Frauenpolitik"
Wien (SK) - Ein deutliches Signal für eine starke Frauenpolitik
setzen die SPÖ-Frauen heute mit dem bundesweiten Aktionstag "Roter
Faden der SPÖ Frauenpolitik". In allen Bezirken Österreichs finden
Straßenaktionen zu diesem Thema statt. "Frauenpolitik muss in allen
politischen und gesellschaftlichen Bereichen stattfinden. Die
Schüssel-Regierung hat sich in Wahrheit von der Frauenpolitik längst
verabschiedet. Ob am Arbeitsmarkt, bei der Bildung, bei der
Gesundheit, bei Pensionen - die Interessen der österreichischen
Frauen werden von der Regierung komplett übergangen", so
SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer. "Wir sind sehr stolz
darauf, wie viele Frauen in allen Bezirken sich an dieser Aktion
beteiligen", betonte SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina
Stadlbauer. Im Laufe des Tages werden bereits zahlreiche Fotos von
den einzelnen Straßenaktionen auf der Homepage www.frauen.spoe.at zu
finden sein. ****
Vorgestellt werden die Themen des Buches "ABC der Frauenpolitik",
das von den SPÖ Frauen herausgegeben wurde. Dieses Nachschlagewerk
ist eine Einladung der SPÖ-Frauen an alle Interessierten zur
Diskussion und zum politischen Mitgestalten.
Das zentrale Thema der SPÖ-Frauen im Nationalratswahlkampf 2006
ist das Schließen der Einkommensschere. Maßnahmen sind u.a.
verpflichtende Frauenförderpläne und die Offenlegung der
statistischen Einkommensverhältnisse in den Betrieben, die Koppelung
der öffentlichen Auftragsvergabe an betriebliche
Frauenfördermaßnahmen und eine Erhöhung der Steuergutschrift für
niedrige Einkommen. Die SPÖ schafft einen Bundesfrauenförderfonds,
der auf die Bedürfnisse von berufstätigen Frauen abgestimmt ist. 100
Millionen Euro werden direkt in zusätzliche lebensbegleitende Aus-
und Weiterbildungsmaßnahmen investiert.
Ein flächendeckender Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen und
ein Rechtsanspruch für jedes Kind, ein flexibler Bezug des
Kindergeldes mit dem Modell "Kindergeld plus", eine optimale
Gesundheitsversorgung unabhängig vom Einkommen, eine eigenständige
Pension für Frauen, die den Lebensstandard sichert, sind einige der
Forderungen der frauenpolitischen Konzepte der SPÖ.
Das Buch behandelt bewusst auch "nicht-traditionelle" Bereiche der
Frauenpolitik wie z.B. "Lust aufs Land -Frauen im ländlichen Raum",
"Wohnen - Gender Housing und mehr" und "Sicherheit - Halt der Gewalt
an Frauen".
So zeigen Statistiken, dass die Armutsgefährdung mit 14 Prozent
auf dem Land deutlich höher ist als in der Stadt mit 9 Prozent. Auch
die Ausdünnung des ländlichen Raums und damit verbunden die fehlenden
Verkehrsverbindungen werden immer mehr zum Problem.
Ein Kapitel, das für die Mehrheit der Frauen äußerst relevant ist,
ist das Thema Wohnen. Die durchschnittlichen Wohnkosten für Frauen
belaufen sich auf 34,6 Prozent ihres Einkommens, während Männer
aufgrund ihres besseren Einkommens durchschnittlich 22,7 Prozent
dafür aufwenden. Wohnen muss für alle leistbar und sicher sein.
Auch das Thema Sicherheit bekommt in der frauenpolitischen
Diskussion einen immer höheren Stellenwert. Mit den drei
Schwerpunkten Schutz vor Gewalt in der Familie, Schutz vor
Menschenhandel und den internationalen Dimensionen des Gewaltschutzes
erarbeitet die SPÖ wirksame Strategien für die Sicherheit von Frauen.
Es ist höchste Zeit, dass Frauenpolitik in der Regierung wieder
Gewicht bekommt. Ein starkes Frauenministerium mit der entsprechenden
personellen Ausstattung, den finanziellen Ressourcen und rechtlichen
Kompetenzen wird es erst unter einer SPÖ-Regierung geben.
Das "ABC der Frauenpolitik" ist gratis und kann über die Homepage der
SPÖ-Frauen www.frauen.spoe.at oder telefonisch bei den SPÖ-Frauen
unter der Tel.: 01/53427-273 bestellt werden. (Schluss) mp/js
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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