Niederwieser: SPÖ-Konzept für Berufsorientierung - eigenes Unterrichtsfach ohne Noten

CD für MaturantInnen ist nette Idee, aber greift zu kurz

Wien (SK) - "Ein Versagen im Laufe des Bildungsweges ist zu 50 Prozent darauf zurückzuführen, dass die eigenen Fähigkeiten falsch erkannt wurden oder die Wahl der Schule, des Ausbildungsplatzes nicht mit den eigenen Fähigkeiten übereinstimmt", so SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser. Die Berufs- und Bildungsentscheidung sei ein wichtiges Thema, deshalb habe die SPÖ schon länger ein eigenes Konzept dazu erarbeitet, welches "Berufsorientierung" fix in den Stundeplan verankere. Die heute von Ministerin Gehrer präsentierte CD für MaturantInnen sei eine "nette Idee", nach Ansicht der SPÖ müssen Jugendliche jedoch viel früher professionelle Beratung erhalten, betont Niederwieser. ****

Das SPÖ-Konzept sehe Berufsorientierung (BO) als ausschließlich verbindliche Übung - das heißt verpflichtend, aber ohne Noten - und als eigenes Unterrichtsfach vor. Alle SchülerInnen der 7. und 8. Schulstufe sollen eine fixe Wochenstunde in diesem Fach haben, welche auch geblockt oder als Projektwoche organisiert werden können. Neu hinzukommen sollen auch BO-Angebote in der 9. und 10. Schulstufe und in der 11. und 12. bzw. 13. Schulstufe, erläutert Niederwieser das Konzept.

Dass es dringenden Handlungsbedarf gebe, zeige auch die vom Sozialministerium in Auftrag gegebenen Studie "Jugend und Beschäftigung", wonach von 16 abgefragten Berufsorientierungsangeboten die "Berufsberatung in der Schule" den drittletzten Platz einnimmt, so Niederwieser. Ein "best-practice"-Modell für Berufsorientierung sei die "Kompetenzenwerkstatt", wie sie vom Zukunftszentrum Tirol und der Uni München entwickelt wurde. Dabei werden Jugendliche in einem mehrere Monate dauernden Projekt befähigt, eigene Stärken besser kennen zu lernen.

"Wir dürfen uns keineswegs damit begnügen, dass es eben schwächere Schülerinnen und Schüler gibt. Ziel muss sein, dass die Jugendlichen ihre eigenen Interessen und Stärken erkennen und eine entsprechende Ausbildung wählen und einen Beruf finden, der ihnen Freude macht", schloss Niederwieser. (Schluss) ps/mm

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