- 14.09.2006, 13:18:41
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Niederwieser: SPÖ-Konzept für Berufsorientierung - eigenes Unterrichtsfach ohne Noten
CD für MaturantInnen ist nette Idee, aber greift zu kurz
Wien (SK) - "Ein Versagen im Laufe des Bildungsweges ist zu 50
Prozent darauf zurückzuführen, dass die eigenen Fähigkeiten falsch
erkannt wurden oder die Wahl der Schule, des Ausbildungsplatzes nicht
mit den eigenen Fähigkeiten übereinstimmt", so SPÖ-Bildungssprecher
Erwin Niederwieser. Die Berufs- und Bildungsentscheidung sei ein
wichtiges Thema, deshalb habe die SPÖ schon länger ein eigenes
Konzept dazu erarbeitet, welches "Berufsorientierung" fix in den
Stundeplan verankere. Die heute von Ministerin Gehrer präsentierte CD
für MaturantInnen sei eine "nette Idee", nach Ansicht der SPÖ müssen
Jugendliche jedoch viel früher professionelle Beratung erhalten,
betont Niederwieser. ****
Das SPÖ-Konzept sehe Berufsorientierung (BO) als ausschließlich
verbindliche Übung - das heißt verpflichtend, aber ohne Noten - und
als eigenes Unterrichtsfach vor. Alle SchülerInnen der 7. und 8.
Schulstufe sollen eine fixe Wochenstunde in diesem Fach haben, welche
auch geblockt oder als Projektwoche organisiert werden können. Neu
hinzukommen sollen auch BO-Angebote in der 9. und 10. Schulstufe und
in der 11. und 12. bzw. 13. Schulstufe, erläutert Niederwieser das
Konzept.
Dass es dringenden Handlungsbedarf gebe, zeige auch die vom
Sozialministerium in Auftrag gegebenen Studie "Jugend und
Beschäftigung", wonach von 16 abgefragten
Berufsorientierungsangeboten die "Berufsberatung in der Schule" den
drittletzten Platz einnimmt, so Niederwieser. Ein
"best-practice"-Modell für Berufsorientierung sei die
"Kompetenzenwerkstatt", wie sie vom Zukunftszentrum Tirol und der Uni
München entwickelt wurde. Dabei werden Jugendliche in einem mehrere
Monate dauernden Projekt befähigt, eigene Stärken besser kennen zu
lernen.
"Wir dürfen uns keineswegs damit begnügen, dass es eben schwächere
Schülerinnen und Schüler gibt. Ziel muss sein, dass die Jugendlichen
ihre eigenen Interessen und Stärken erkennen und eine entsprechende
Ausbildung wählen und einen Beruf finden, der ihnen Freude macht",
schloss Niederwieser. (Schluss) ps/mm
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
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