Maier zu "Gammelfleisch": Rauch-Kallat will von mangelhaften Kontrollen ablenken

Lediglich Formalkontrollen von Kühlhäusern und -lagern

Wien (SK) - Keinen Glauben schenkt SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Johann Maier den beschwichtigenden Worten von Ministerin Rauch-Kallat in Sachen "Gammelfleisch". Wie Maier Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst erklärte, "will Rauch-Kallat nur davon ablenken, dass absolut unzureichend kontrolliert wird". Angesichts der Personalnot bei der Lebensmittelaufsicht sei höchst zweifelhaft, dass 50 Kühllager und -häuser pro Werktag kontrolliert wurden. Dies sei nur realistisch, "wenn die Kontrollore auf Fleischproben verzichteten und nur die Lieferscheine nach dem Ablaufdatum des Fleischs überprüften", so Maier. Mit derart oberflächlichen Überprüfungen "kann man kriminellen Fleischhändlern nicht einmal ein müdes Lächeln abringen". ****

Maiers Rechnung: Es wurde behauptet, die rund 10.000 Kühllager und -häuser wurden im Vorjahr zumindest einmal im Jahr kontrolliert. Bei angenommenen 200 Werktagen müssten also 50 Objekte pro Tag kontrolliert worden sein. "Um festzustellen, wie alt das gelagerte Fleisch ist, kann man sich doch nicht auf die Etiketten verlassen. Es müssen Fleischproben genommen und analysiert werden. Ich fordere die Ministerin zu einer Stellungnahme auf. Sie soll endlich sagen, wie kontrolliert wird. Die bisherigen Beschwichtigungsversuche haben niemanden überzeugt", unterstrich der SPÖ-Abgeordnete, der abschließend fragte, "warum sich Rauch-Kallat gleichzeitig weigert, den Namen der gentechnisch verunreinigten Langkornreissorte zu nennen." (Schluss) ps/mm

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