- 14.09.2006, 10:57:30
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Maier zu "Gammelfleisch": Rauch-Kallat will von mangelhaften Kontrollen ablenken
Lediglich Formalkontrollen von Kühlhäusern und -lagern
Wien (SK) - Keinen Glauben schenkt SPÖ-Konsumentenschutzsprecher
Johann Maier den beschwichtigenden Worten von Ministerin Rauch-Kallat
in Sachen "Gammelfleisch". Wie Maier Donnerstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst erklärte, "will Rauch-Kallat nur davon ablenken,
dass absolut unzureichend kontrolliert wird". Angesichts der
Personalnot bei der Lebensmittelaufsicht sei höchst zweifelhaft, dass
50 Kühllager und -häuser pro Werktag kontrolliert wurden. Dies sei
nur realistisch, "wenn die Kontrollore auf Fleischproben verzichteten
und nur die Lieferscheine nach dem Ablaufdatum des Fleischs
überprüften", so Maier. Mit derart oberflächlichen Überprüfungen
"kann man kriminellen Fleischhändlern nicht einmal ein müdes Lächeln
abringen". ****
Maiers Rechnung: Es wurde behauptet, die rund 10.000 Kühllager und
-häuser wurden im Vorjahr zumindest einmal im Jahr kontrolliert. Bei
angenommenen 200 Werktagen müssten also 50 Objekte pro Tag
kontrolliert worden sein. "Um festzustellen, wie alt das gelagerte
Fleisch ist, kann man sich doch nicht auf die Etiketten verlassen. Es
müssen Fleischproben genommen und analysiert werden. Ich fordere die
Ministerin zu einer Stellungnahme auf. Sie soll endlich sagen, wie
kontrolliert wird. Die bisherigen Beschwichtigungsversuche haben
niemanden überzeugt", unterstrich der SPÖ-Abgeordnete, der
abschließend fragte, "warum sich Rauch-Kallat gleichzeitig weigert,
den Namen der gentechnisch verunreinigten Langkornreissorte zu
nennen." (Schluss) ps/mm
Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at
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