• 04.09.2006, 17:12:54
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Plassnik: "Beeindruckende Kämpferinnen für mehr Gerechtigkeit in der Welt"

Außenministerin trifft mit Anti-Apartheid-Kämpferinnen zusammen

Wien (OTS) - Außenministerin Plassnik empfing heute die beiden
prominenten südafrikanischen Anti-Apartheid-Aktivistinnen Gertrude
Shope und Ruth Mompati, die sich anlässlich einer Veranstaltung zum
50. Jahrestag des Marsches der Frauen in Pretoria im Jahr 1956 aus
Protest gegen die Apartheidgesetze derzeit in Wien aufhalten.

"Gertrude Shope und Ruth Mompati sind zwei beeindruckende
Kämpferinnen für mehr Gerechtigkeit in der Welt. Zwei starke Frauen,
die uns allen, egal ob Mann oder Frau, als Vorbild für
kompromisslosen Einsatz für Grund- und Menschenrechte dienen können.
Trotz großer Opfer haben sie in ihrem Kampf nicht nachgelassen,
blieben unerschütterlich in ihrem Glauben an die Gerechtigkeit ihrer
Sache, solange, bis ihre Vision in Erfüllung ging: ein freies,
demokratisches Südafrika", so Plassnik.

Ruth Mompati und Gertrude Shope mussten jahrzehntelang im Exil
leben und waren sogar jahrelang von ihren Kindern getrennt. Nach
ihrer Rückkehr nach Südafrika trugen sie maßgeblich zum Aufbau ihres
Landes bei, bei den Verfassungsverhandlungen, als
Parlamentsabgeordnete, Bürgermeisterin, Vertreterin des neuen
Südafrika im Ausland.

"Als Frauenpolitikerinnen haben sie die Perspektive eines
wichtigen Teils der Gesellschaft in den Verfassungsprozess einbringen
und in ihren praktischen Tätigkeiten auch umsetzen können. So haben
sie entscheidend zum Aufbau des neuen Südafrika beigetragen. Gerade
Frauen können nach einem Konflikt eine ganz entscheidende Rolle beim
Heilungsprozess einer Gesellschaft spielen. Dies wurde auch vom
UNO-Sicherheitsrat anerkannt, der eine eigene Resolution zur Rolle
der Frauen nach Konflikten verabschiedete", sagte die Außenministerin
weiter. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die spezielle
Initiative des Netzwerkes der Außenministerinnen, diese Resolution
(1325) umzusetzen und mit Leben zu erfüllen.

"Auch in unserer Entwicklungszusammenarbeit mit Südafrika setzen
wir einen Schwerpunkt auf Frauenpolitik. Dies trägt ebenso wie die
Förderung der Kommunalpolitik grundlegend zum Aufbau demokratischer
Strukturen, zur Bildung einer soliden Zivilgesellschaft und zur guten
Regierungsführung bei. Damit wird die ganze Gesellschaft und das Land
gestärkt. Und ein starkes Südafrika ist nicht nur ein Gewinn für
seine Bewohner, sondern für ganz Afrika", schloss die
Außenministerin.

Rückfragehinweis:

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