• 29.08.2006, 10:51:25
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Arge ÄrztInnen: Altenpflege verlangt längerfristiges Konzept

Oberhauser: Legale und leistbare Basis muss geschaffen werden

Wien (ÖGB) - "MedizinstudentInnen können nicht einmal einen
Bruchteil der Tätigkeiten der angeblich 40.000 illegal in Österreich
arbeitenden PflegerInnen abdecken", sagt Dr. Sabine Oberhauser,
Vorsitzende der ARGE ÄrztInnen im ÖGB.
"Es ist daher notwendig ein längerfristiges und vor allem über eine
Legislaturperiode hinausgehendes Konzept für die Betreuung und Pflege
alter und kranker Menschen zu erstellen."++++

Es müsse endlich Schluss sein mit dem Kopf in den Sand stecken.
Das Problem sei seit vielen Jahren evident. Geschehen sei bisher
allerdings nichts, so Oberhauser. "Jetzt muss eine leistbare und
legale Basis geschaffen werden. Dabei kann durchaus auch eine eigene
Pflegeversicherung angedacht werden. Eine staatliche Vorsorge muss es
aber weiterhin geben. Denn der Staat darf sich nicht aus der
Verantwortung stehlen."

Konkret schlägt Oberhauser die Schaffung neuer Berufsbilder sowie
einen Kollektivvertrag für Hauskrankenbetreuung vor. "Wir fordern
eine Diskussion auf vernünftigem Niveau auf der derzeit
stattfindenden Pflegeenquete." Denn der Vorschlag,
MedizinstudentInnen zur Altenpflege heran zu ziehen, richte sich
selbst. "Und dafür sollen die StudentInnen wohl auch noch 363 Euro
Studiengebühren pro Semester zahlen!", so die Vorsitzende der ARGE
ÄrztInnen.

ÖGB, 29. August
2006 Nr. 559

Rückfragehinweis:
Dr. Sabine Oberhauser
Vorsitzende der ARGE ÄrztInnen im ÖGB
0664/462 69 78

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