• 29.08.2006, 10:46:46
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Greenpeace: Steigende Anzahl von Klimaflüchtlingen erfordert rasches Handeln der Staatengemeinschaft bei Klimaschutz

Problem der Klimaflüchtlinge nicht durch Grenzzäune lösbar

Wien (OTS) - Europa sieht sich mit einem nicht abreißenden Zustrom
an Klimaflüchtlingen konfrontiert. Die sich derzeit abspielenden
menschlichen Tragödien vor der Küste Westafrikas und den kanarischen
Inseln seien nicht zuletzt auf die drastischen Folgen des
Klimawandels zurückzuführen, warnt Greenpeace.

Der Klimawandel wird nicht dort verursacht, wo er seine tödlichen
Folgen zeigt: Europa ist für rund 21 Prozent des weltweiten
Energieverbrauchs verantwortlich, Afrika nur knapp über drei Prozent.
Derzeit gibt es weltweit 20 Millionen sogenannter Klimaflüchtlinge,
die in den nächsten 4 Jahren nach Einschätzung der UN auf rund 50
Millionen ansteigen werden.

"Durch die Errichtung von immer höheren Stacheldrahtbarrieren wird
das Problem nicht zu lösen sein. Die Industrieländer müssen sich
endlich eingestehen, dass der anhaltende Klimawandel gerade für
Länder der dritten Welt verheerende Folgen hat", erklärt Erwin
Mayer, Greenpeace-Klimaexperte. Dringend geboten sei nun eine
konsequente und verbindliche Klimaschutzpolitik der Industriestaaten,
allen voran der Europäischen Union.

"Die derzeit lediglich unverbindliche Festlegung der EU-Staaten
auf eine Reduktion der Treibhausgase ist unzureichend. Das Ausmaß der
angepeilten Reduktion um 15 bis 30 Prozent bis 2020 bzw. 60 bis 80
Prozent bis 2050 ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Aber
entscheidend ist, dass diese Klimaschutzziele noch vor Beginn der
Kyoto-Zielperiode im Jahr 2008 als EU-weit verbindliche Richtlinie
verabschiedet werden", so Mayer abschließend.

Rückfragehinweis:

Greenpeace CEE
   Mag. Britta Schwarz, Pressesprecherin
   Tel.: (++43) 664 61 26 721 
   mailto:[email protected]
   Mag. Erwin Mayer, Greenpeace Klimaexperte
   Tel.: (++43) 664 2700 441

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