• 17.08.2006, 13:11:26
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Jarolim ruft Hypo Alpe-Adria-Hauptversammlung auf, Satzungsänderung abzulehnen

Streichung kürzlich eingeführter Wohlverhaltensregeln zur Unternehmensführung erschüttert Vertrauen der Investoren in Hypo Alpe Adria massiv

Wien (SK) - Eine endgültige Streichung der aus dem Corporate
Governance Codex übernommenen "Abkühlphase", die eine dreijährige
Frist vor einem Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat vorsieht,
treibe die Beschädigung des Unternehmensrufes und vor allem auch des
heimischen Kapitalmarktes nur noch weiter voran, so
SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim Donnerstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Der SPÖ-Abgeordnete hatte wiederholt vor der
gestern vom Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding abgesegneten
Satzungsänderung bei der Hypo Alpe-Adria gewarnt. Jarolim: "Haider
verfährt mit dem Unternehmen genauso willkürlich und
verantwortungslos wie mit dem Land Kärnten. Die Hypo-Alpe Adria ist
aber kein Spielstein auf dem Monopolyfeld!" ****

"Ich bin enttäuscht, dass der Aufsichtsrat als eigentlich den
Vorstand kontrollierendes Organ den Eigentümervertreter bei seinen
Kasperliaden auch noch unterstützt. Es wird sich weisen, inwieweit
diese in Österreich einmalige Rücknahme von empfehlenswerten
Corporate Governance-Bestimmungen das Vertrauen vor allem der
Investoren in das Unternehmen erschüttert. Wer würde denn in ein
Unternehmen investieren wollen, das Regelungen zur Verstärkung von
Transparenz und Qualitätsverbesserung im Zusammenspiel der
Unternehmensorgane aus seiner Satzung nachträglich wieder entfernt,
um einen unter Verdacht der Bilanzfälschung stehenden Günstling in
den Aufsichtsrat zu hieven?", untermauerte Jarolim.

"Daher ist die Hauptversammlung als höchstes und letztlich
entscheidendes Organ unbedingt aufgerufen, die Streichung der
Corporate-Governance-Regelung jedenfalls abzulehnen und so die
bereits geschehenen Beschädigungen einzubremsen. Nur so kann die Hypo
Alpe Adria wieder auf den sicheren Kurs zum Gelingen der
Börseneinführung 2008 gebracht werden - nicht zuletzt ein wichtiger
Finanzierungsmeilenstein für das Kärntner Landesbudget", führte der
Abgeordnete weiter aus. Jarolim appellierte abschließend an die
Hauptversammlung als entscheidendes Organ, die Satzungsänderung am
Freitag nicht anzunehmen, aber auch an Bundeskanzler Schüssel und
seinen Finanzminister Grasser, "der hier schon seit längster Zeit
aufgerufen wäre, sich zu Wort zu melden und das Hinwegsetzen des
Kärntner Landeshauptmannes über die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA
zu beenden!" (Schluss) ah/mp

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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