Jarolim ruft Hypo Alpe-Adria-Hauptversammlung auf, Satzungsänderung abzulehnen

Streichung kürzlich eingeführter Wohlverhaltensregeln zur Unternehmensführung erschüttert Vertrauen der Investoren in Hypo Alpe Adria massiv

Wien (SK) - Eine endgültige Streichung der aus dem Corporate Governance Codex übernommenen "Abkühlphase", die eine dreijährige Frist vor einem Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat vorsieht, treibe die Beschädigung des Unternehmensrufes und vor allem auch des heimischen Kapitalmarktes nur noch weiter voran, so SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der SPÖ-Abgeordnete hatte wiederholt vor der gestern vom Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding abgesegneten Satzungsänderung bei der Hypo Alpe-Adria gewarnt. Jarolim: "Haider verfährt mit dem Unternehmen genauso willkürlich und verantwortungslos wie mit dem Land Kärnten. Die Hypo-Alpe Adria ist aber kein Spielstein auf dem Monopolyfeld!" ****

"Ich bin enttäuscht, dass der Aufsichtsrat als eigentlich den Vorstand kontrollierendes Organ den Eigentümervertreter bei seinen Kasperliaden auch noch unterstützt. Es wird sich weisen, inwieweit diese in Österreich einmalige Rücknahme von empfehlenswerten Corporate Governance-Bestimmungen das Vertrauen vor allem der Investoren in das Unternehmen erschüttert. Wer würde denn in ein Unternehmen investieren wollen, das Regelungen zur Verstärkung von Transparenz und Qualitätsverbesserung im Zusammenspiel der Unternehmensorgane aus seiner Satzung nachträglich wieder entfernt, um einen unter Verdacht der Bilanzfälschung stehenden Günstling in den Aufsichtsrat zu hieven?", untermauerte Jarolim.

"Daher ist die Hauptversammlung als höchstes und letztlich entscheidendes Organ unbedingt aufgerufen, die Streichung der Corporate-Governance-Regelung jedenfalls abzulehnen und so die bereits geschehenen Beschädigungen einzubremsen. Nur so kann die Hypo Alpe Adria wieder auf den sicheren Kurs zum Gelingen der Börseneinführung 2008 gebracht werden - nicht zuletzt ein wichtiger Finanzierungsmeilenstein für das Kärntner Landesbudget", führte der Abgeordnete weiter aus. Jarolim appellierte abschließend an die Hauptversammlung als entscheidendes Organ, die Satzungsänderung am Freitag nicht anzunehmen, aber auch an Bundeskanzler Schüssel und seinen Finanzminister Grasser, "der hier schon seit längster Zeit aufgerufen wäre, sich zu Wort zu melden und das Hinwegsetzen des Kärntner Landeshauptmannes über die Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA zu beenden!" (Schluss) ah/mp

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