Moser: Regionalbahnen sind Opfer Schwarz-Blauer Verkehrspolitik

Grüne fordern Verkehrswende mit Öffi-Offensive

Wien (OTS) - "Die gestern präzisierten Schließungspläne der ÖBB für 18 Regionalbahnen sind das Ergebnis des Versagens dieser Bundesregierung bei der Attraktivierung und Neuordnung des öffentlichen Verkehrs", kritisiert die Verkehrssprecherin der Grünen, Gabriela Moser.
"Minister Gorbach und schwarz-blau/orange Landeshauptmänner beschließen gigantische Großprojekte wie den Ausbau von Transitautobahnen und die Errichtung von sündteuren Bahntunneln, gleichzeitig lassen sie die Regionalbahnen verkümmern, verhindern die Finanzierung von regionalen Verkehrskonzepten zur Attraktivierung der Regionalbahnen, um dann mittels Einspardruck auf die ÖBB eine Schließungsorgie bei den Regionalbahnen auszulösen. Die längst fällige und vom Rechnungshof wiederholt geforderte Reform der Finanzierung des Nah- und Regionalverkehrs wurde mangels Gelder
aus dem Finanzressort wieder zu Grabe getragen. Minister Gorbach ist im Bereich des Öffentlichen Verkehrs gänzlich gescheitert", so Moser.

Busverkehre sind kein Ersatz für Regionalbahnen, Fahrgäste bleiben weg, Tarife werden teurer, meist wird dann das Fahrplanangebot ausgedünnt, der Güterverkehr wird bei Stillegung von Bahnlinien ersatzlos eingestellt. "Die Pläne der ÖBB müssen durch einen politischen Kurswechsel bei den nächsten Wahlen im Herbst in eine Offensive für den Öffentlichen Verkehr umgewandelt werden, bei den die Regionalbahnen als Netzzubringer für die Hauptstecken ausgebaut und durch Bus-Shuttles attraktiviert werden. Taktfahrplan, Image-Kampagne und Mobilitätsangebote nach Schweizer Muster
sind in Zeiten massiv steigender Treibstoffpreise und dringend nötiger Klimaschutz-Maßnahmen die einzige Garantie für Mobilität. Deshalb ist die Schließung von Regionalbahnen die völlig fasche Verkehrspolitik. Nur die Stärkung regionaler öffentlicher Verkehrskonzepte kann Regionalbahnen und öffentliche Mobilität nachhaltig verbessern. Dazu braucht es Mittel aus dem Bundesbudget, besonders aus den Mehreinnahmen es Finanzministers aus der Mehrwertsteuer auf Treibstoffe", erläutert Moser.

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