• 16.08.2006, 13:04:04
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Moser: Regionalbahnen sind Opfer Schwarz-Blauer Verkehrspolitik

Grüne fordern Verkehrswende mit Öffi-Offensive

Wien (OTS) - "Die gestern präzisierten Schließungspläne der ÖBB
für 18 Regionalbahnen sind das Ergebnis des Versagens dieser
Bundesregierung bei der Attraktivierung und Neuordnung des
öffentlichen Verkehrs", kritisiert die Verkehrssprecherin der Grünen,
Gabriela Moser.
"Minister Gorbach und schwarz-blau/orange Landeshauptmänner
beschließen gigantische Großprojekte wie den Ausbau von
Transitautobahnen und die Errichtung von sündteuren Bahntunneln,
gleichzeitig lassen sie die Regionalbahnen verkümmern, verhindern die
Finanzierung von regionalen Verkehrskonzepten zur Attraktivierung der
Regionalbahnen, um dann mittels Einspardruck auf die ÖBB eine
Schließungsorgie bei den Regionalbahnen auszulösen. Die längst
fällige und vom Rechnungshof wiederholt geforderte Reform der
Finanzierung des Nah- und Regionalverkehrs wurde mangels Gelder
aus dem Finanzressort wieder zu Grabe getragen. Minister Gorbach ist
im Bereich des Öffentlichen Verkehrs gänzlich gescheitert", so Moser.

Busverkehre sind kein Ersatz für Regionalbahnen, Fahrgäste bleiben
weg, Tarife werden teurer, meist wird dann das Fahrplanangebot
ausgedünnt, der Güterverkehr wird bei Stillegung von Bahnlinien
ersatzlos eingestellt. "Die Pläne der ÖBB müssen durch einen
politischen Kurswechsel bei den nächsten Wahlen im Herbst in eine
Offensive für den Öffentlichen Verkehr umgewandelt werden, bei den
die Regionalbahnen als Netzzubringer für die Hauptstecken ausgebaut
und durch Bus-Shuttles attraktiviert werden. Taktfahrplan,
Image-Kampagne und Mobilitätsangebote nach Schweizer Muster
sind in Zeiten massiv steigender Treibstoffpreise und dringend
nötiger Klimaschutz-Maßnahmen die einzige Garantie für Mobilität.
Deshalb ist die Schließung von Regionalbahnen die völlig fasche
Verkehrspolitik. Nur die Stärkung regionaler öffentlicher
Verkehrskonzepte kann Regionalbahnen und öffentliche Mobilität
nachhaltig verbessern. Dazu braucht es Mittel aus dem Bundesbudget,
besonders aus den Mehreinnahmen es Finanzministers aus der
Mehrwertsteuer auf Treibstoffe", erläutert Moser.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

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