• 12.08.2006, 14:01:36
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Plassnik: "Es ist schon zu viel Blut vergossen worden"

Außenministerin Plassnik verlangt Ende der blinden Gewalt und vollständige Umsetzung der Sicherheitsratsresolution 1701 zum Libanon

Wien (OTS) - Außenministerin Ursula Plassnik begrüßte heute die
einstimmige Annahme einer Libanon-Resolution durch den
UNO-Sicherheitsrat. "Es ist schon zu viel Blut vergossen worden.
Binnen eines Monats sind im Libanon, in Israel und in den
palästinensischen Gebieten fast 1.500 Menschen ums Leben gekommen.
Viele Tausende sind verletzt und Hunderttausende vertrieben worden.
Die internationale Staatengemeinschaft hat mit der Resolution 1701
den Weg aus der Krise ausgeschildert. Die Konfliktparteien müssen
jetzt diesen Weg beschreiten und von Gewalt und Zerstörung ablassen.
Es ist unerträglich, dass auf beiden Seiten weiter unschuldige
Zivilisten sterben, während die Weltgemeinschaft eindringlich
verlangt, die Kampfhandlungen vollständig einzustellen", sagte die
Außenministerin.

"Auch in Israel und in der arabischen Welt warten die Menschen mit
allergrößter Ungeduld darauf, dass aus diesem Hoffnungsfunken
Realität wird. Jetzt muss Schritt für Schritt ganz konkret Vertrauen
aufgebaut werden. Nur so kann ein Ausweg aus der Gewaltspirale
gefunden werden. Die Hisbollah wie auch Israel sind jeweils
aufgefordert, die Anwendung blinder Gewalt zu beenden und sich dem
UNO-Weg zu verpflichten", so Plassnik.

"Der gesicherte Zugang zu den Menschen im Südlibanon, duldet keine
Verzögerung mehr. Sie befinden sich in einer dramatischen humanitären
Notsituation. Auch für sie muss der Sicherheitsratsbeschluss
greifbare Folgen haben, bevor es zu spät ist", unterstrich die
Außenministerin.

"Jetzt geht es um die volle Umsetzung der Resolution 1701. Alle
Seiten tragen dabei eine große Verantwortung. Die internationale
Gemeinschaft ist bereit, sich weitreichend zu engagieren. Dieses
klare Angebot sollte vorbehaltlos angenommen werden. Den
libanesischen Regierungstruppen sowie den UNO-Truppen sollte umgehend
die Stationierung im Südlibanon ermöglicht werden", so Plassnik
weiter.

"Jetzt beginnt auch eine neue Etappe in der diplomatischen Arbeit.
UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat unsere volle Unterstützung in
dieser wichtigen Phase", schloss die Außenministerin.

Rückfragehinweis:

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