- 08.08.2006, 20:18:16
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Neues Volksblatt: "Niveau" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 9. August 2006
Linz (OTS) - Am gestrigen Tag, dem 55. vor der Nationalratswahl,
hat sie offenbar begonnen, die "Zeit fokussierter Unintelligenz". So
jedenfalls hat der Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl vor nicht
einmal einem Jahr die Wahlkampfzeit bezeichnet. Einer wie Häupl, der
insbesondere in Vorwahlzeiten alles andere als mundfaul ist, muss es
ja wissen. Zum Beweis, dass Häupl jedenfalls in Bezug auf seine
eigene Partei recht hat, trat gestern SPÖ-Bundesgeschäftsführerin
Doris Bures an. Kanzler Schüssel lüge, bevor er den Mund aufmache, so
ihre Feststellung.
Wer so in den Wahlkampf startet, macht auch klar, warum er an einem
Fairnessabkommen kein besonderes Interesse hat.
Jetzt muss nur noch Parteichef Alfred Gusenbauer auf dieses
Wahlkampfniveau gebracht werden. Der hatte sich - zumindest aus Sicht
seiner destruktiven Strategen - am Ende seiner Österreich-Begehung
insofern einen Ausrutscher geleistet, als er konstatierte, dass man
zu Recht stolz sein könne "auf unser Land und das, was die Menschen
daraus gemacht haben". Zur SPÖ-Propaganda, dass die Republik in
Schutt und Asche liege, passt das so gar nicht.
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