• 08.08.2006, 12:34:49
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Glawischnig: Biogas-Plan für Treibstoffbereich sinnvoller erster Schritt

Grüne für Ökogasgesetz-Lückenschluss in Ökoenergiegesetzgebung

Wien (OTS) - "Der heute von Energieunternehmen und
Landwirtschaftsvertretern präsentierte Plan, Biogas im
Treibstoffbereich einzusetzen ist als sinnvoller erster Schritt für
eine notwendige umfassende Biogas-Offensive zu begrüßen", so Eva
Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen. "Eine
Biogas-Quote von 20 Prozent kann dabei nur ein Anfang sein", meint
Glawischnig. Eine Steuerbefreiung ist für die Grünen nur denkbar,
wenn ein Mindestanteil von 25 Prozent Biogas gesetzlich
festgeschrieben wird und der Biogasanteil in Folge, abhängig von den
verfügbaren Mengen, weiter gesteigert wird. "Neben dem Tanken sollte
Biogas auch bei der Wärme- und Stromerzeugung den fossilen
Energieträger Erdgas schrittweise ersetzen", so Glawischnig. "Die
Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz ist nach erfolgreichen
Pilotprojekten eine ernsthafte Alternative geworden". Die Grünen
schlagen vor, in einem Ökogas-Gesetz - analog zum Ökostromgesetz -
generelle Quotenziele und Förderungen für die Biogaseinspeisung
festzulegen. "Damit würde eine Lücke in der Ökoenergiegesetzgebung
geschlossen und die Abhängigkeit von teuren und riskanten
Gas-Importen reduziert".

Um Biogas als Treibstoff in entsprechender Menge auf den Markt, d.h.
an die AutofahrerInnen zu bringen, ist die Errichtung von
Gasbetankungsanlagen an den bestehenden Tankstellen in Österreich
notwendig. Die heute von Energieunternehmen und Landwirtschaft
angekündigten 200 Biogastankstellen sind daher ein richtiger Schritt.
Bis 2020 sollten Österreichweit 1.000 Biogastankstellen errichtet
werden, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen.
Gleichzeitig soll durch entsprechende Anreize der Markt für
Gasfahrzeuge (PKW, LKW, Busse, Taxis, Mietwagen etc.)
weiterentwickelt werden. Biogas schneidet in punkto Kraftstoffertrag
und CO2-Reduktionspotential von allen Biotreibstoffen der 1.
Generation mit Abstand am besten ab. Der Hektarertrag ist mehr als
viermal so hoch als bei Biodiesel. Im Gegensatz zu Biodiesel können
die für die Biogasproduktion benötigten Rohstoffe (Mais, Kleegras,
Grünroggen, Gras, Gülle etc.) zur Gänze im Inland erzeugt werden.
Daher sind auch die inländischen Wertschöpfungseffekte im Vergleich
zu Biodiesel und Bioethanol jeweils um den Faktor 10 bis 20 höher.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

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