- 08.08.2006, 11:52:20
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GdG: Pflegesystem nicht auf dem Rücken der Beschäftigten sanieren!
Harreither: "Finanzierung des Ausbaus über die Mehrwertsteuer könnte ein gangbarer Weg sein."
Wien (GdG/ÖGB) - Einer Sanierung des Pflegesystems zu Lasten der
ArbeitnehmerInnen in der Pflege erteilte Dienstag Bernhard
Harreither, Vorsitzender der Hauptgruppe II - Gesundheitsberufe in
der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG) eine klare Absage:
"Zu Lohndumping durch Billigkonkurrenz darf es nicht kommen." Für
einen "durchaus diskussionswürdigen Ansatz" hält der
Hauptgruppen-Vorsitzende dagegen Expertenvorschläge, den dringend
notwendigen Ausbau des Pflegesystems zum Teil über die Mehrwertsteuer
zu finanzieren.++++
"Keinesfalls darf es zu einer Kriminalisierung von Pflegenden oder
ihrer Kunden kommen", betonte Harreither. Die ArbeitnehmerInnen in
der Pflege dürften aber nicht in einen "Preiskrieg" mit den
billigeren - oft schlechter ausgebildeten - Arbeitskräften aus dem
halblegalen Graubereich geraten.
"Es ist klar, dass sich in der Pflege etwas bewegen muss. Der
Bedarf ist da und wird weiter steigen", sagte Harreither. Der
Expertenvorschlag, den Ausbau der Pflege über die Mehrwertsteuer zu
finanzieren (statt über die Lohnsteuer oder eine Pflichtversicherung)
sei "möglicher Weise ein gangbarer, sozial ausgeglichener Weg, der
offen diskutiert werden sollte."
ÖGB, 8. August
2006
Nr. 529
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