• 05.08.2006, 11:01:34
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Heinisch-Hosek empört über Blutspendeverbot für homosexuelle Männer

SPÖ-Abgeordnete wirft Roten Kreuz Diskriminierung vor - Eigenes Antidiskriminierungs-Gesetz notwendig

Wien (SK) - Empört zeigt sich SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin
Gabriele Heinisch-Hosek über den Umstand, dass homosexuelle Männer
vom Roten Kreuz das Blutspenden untersagt wird. Begründet wird dieses
Verbot vom Roten Kreuz mit einem "erhöhten Risikoverhalten"
homosexueller Männer, wie der "Standard" berichtet. Heinisch-Hosek
übt scharfe Kritik am Vorgehen des Roten Kreuz. "Das Blutspendeverbot
für homosexuelle Männer ist durch nichts zu rechtfertigen und
bedeutet eine Diskriminierung homosexueller Männer", hielt die
SPÖ-Abgeordnete am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. ****

Für Heinisch-Hosek zeigt dieser Fall erneut, dass das aktuelle
Gleichbehandlungsgesetz "unzureichend und zahnlos" ist. Die
SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin bekräftigte daher auch die Forderung
der SPÖ nach einem eigenen Antidiskriminierungs-Gesetz.
Heinisch-Hosek ist jedoch auch klar, dass dieses Gesetz erst dann
realisiert wird, wenn die SPÖ wieder Regierungsverantwortung trägt.
Denn die jetzige Regierung habe bis jetzt weder Anstalten gezeigt,
dass sie an der Umsetzung eines solchen Gesetzes interessiert ist,
noch sei sie gewillt, gesetzliche Rahmenbedingungen für hetero- und
homosexuelle Lebensgemeinschaften (Stichwort Eingetragene
Partnerschaften) zu schaffen, machte die SPÖ-Abgeordnete abschließend
deutlich. (Schluss) ps

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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