Krainer zu Temelin: Was muss passieren, damit etwas passiert?

Trotz ständiger Zwischenfälle im AKW Temelin schweigt Pröll

Wien (SK) - "Innerhalb von einer Woche gibt es den dritten Zwischenfall im AKW Temelin. Ein klares Zeichen dafür, dass es sichere Atomkraft einfach nicht gibt", so SPÖ-Umweltsprecher Jan Krainer am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Der permanente Bruch des Melker-Abkommens würde eine entsprechende Reaktion der Regierung und von Umweltminister Pröll höchst notwendig machen. "Aber Pröll schweigt und tut nichts", kritisierte Krainer. Nachdem schweren Zwischenfall in Schweden und dem eigentlich "permanenten Zwischenfall Temelin" wäre es auch höchst an der Zeit, eine EU-weite Abstimmung über die Atomkraft durchzuführen, forderte Krainer. ****

"Die letzten Tage haben uns deutlich gezeigt, dass Atomkraft niemals sicher gemacht werden kann und einen ständigen Gefahrenherd für die gesamte europäische Bevölkerung darstellt. Die Renaissance der Atomkraft ist vielleicht im Interesse mancher Lobbyisten, aber sicher nicht im Interesse der Menschen", stellte Krainer fest. Deshalb müsse so rasch als möglich eine Abstimmung auf europäischer Ebene durchgeführt werden. "In sechs Monaten Ratspräsidentschaft haben Schüssel und Pröll nichts getan und überhaupt keine Initiativen gesetzt", kritisierte der SPÖ-Umweltsprecher.

Der mittlerweile 93. Zwischenfall im AKW Temelin, das auch schon wieder voll in Betrieb ist, zeigt aber auch deutlich: "Die Regierung kümmert sich nicht im Geringsten darum, dass das Melker Protokoll endlich eingehalten wird. Man gibt zwar gerne die Atomkraftgegner, wenn es aber um konkrete Schritte geht, dann kommt von Pröll überhaupt nichts", so Krainer, der abschließend auch die sofortige Wiederaufnahme des vollen Betriebes scharf kritisierte. (Schluss) js

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