GPA: Privatisierungen im Gesundheitsbereich kein Zukunftsmodell

GPA übt heftige Kritik an Teilprivatisierung des Rehab-Zentrums Bad Gleichenberg

Wien (GPA/ÖGB) - "Der angebliche Erfolg der Teilprivatisierung des Rehab-Zentrums Bad Gleichenberg geht auf Kosten von Standards und sicheren Rahmenbedingungen für PatientInnen und ArbeitnehmerInnen und ist in unseren Augen kein Erfolgsrezept für die Sozialversicherung", kritisiert der Wirtschaftsbereichssekretär der GPA, Manfred Wolf im Vorfeld der morgigen Pressekonferenz der Sozialversicherungsanstalt der Bauern.++++

"Es stellt sich die Frage, ob eine Weiterführung durch die SV der Bauern überhaupt ernsthaft geprüft, oder ob hier nur ein politischer Auftrag erfüllt wurde. Es ist äußerst verwunderlich, wie aus einem potentiellen Schließungskandidaten in so kurzer Zeit ein Erfolgsmodell wurde", so Wolf. "Dem Vernehmen nach gibt es eine vertragliche Zusage für 80 % Auslastung durch die Sozialversicherung. In Wirklichkeit subventionieren die Versicherten damit private Konsortien", so der GPA-Wirtschaftsbereichssekretär.

Neu eintretende ArbeitnehmerInnen arbeiten zu wesentlich schlechteren Rahmenbedingungen (z.B. keine Pensionsvorsorge) als die bisher Beschäftigten. "Es ist fraglich, ob die hohen Standards für die PatientInnen und die Versicherten, wie sie in den Einrichtungen der Österreichischen Sozialversicherung gelten, mittel und langfristig gehalten werden können."

"Der einzige Erfolg, der derzeit festgestellt werden kann, ist der Umstand, dass Eigentum der Sozialversicherten an private Unternehmenskonsortien verkauft wird und die Sozialversicherung der Bauern durch die Teilprivatisierung eine Flucht aus dem bisher geltenden Kollektivvertrag betreibt. Ein wirkliches Zukunftsmodell für die Österreichische Sozialversicherung sieht anders aus", so Wolf abschließend.

ÖGB, 27. Juli
2006 Nr. 511

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