Mörk: Anfrage an Bundeskanzler Schüssel zur Umstellung auf ORF-Digital

Forderung von technischer und finanzieller Hilfestellung für die Umrüstung

Wien (OTS) - Eine Anfrage bezüglich der völlig mangelhaften Information der KonsumentInnen über die digitale Umstellung des ORF richtete die SPÖ-Bundesrätin Gabriele Mörk am Dienstag an Bundeskanzler Schüssel. Mit Herbst dieses Jahres wird der ORF sukzessive damit beginnen, das analoge Sendesignal abzuschalten und auf das digitale Signal, genannt DVB-T umzustellen. Um damit den ORF empfangen zu können, braucht man entweder ein Zusatzgerät, oder einen völlig neuen Fernseher. Diese Umstellung wird die österreichische Bevölkerung mit nicht unerheblichen finanziellen Belastungen konfrontieren, denn ältere Fernsehgeräte werden nicht mehr in der Lage sein, auch mit Zusatzgerät, bei der digitalen Umstellung ORF zu empfangen.

"Die österreichische Bevölkerung wird hier mit einer Entscheidung konfrontiert, wobei sie weder ausreichend informiert wird über die Möglichkeiten und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, noch wie und wer die finanzielle Mehrbelastung zu tragen hat. Immerhin müssen einige Menschen in Österreich derzeit mit zwischen 100 und 150 Euro zusätzlich rechnen. Dies ist eine Mehrbelastung, die nicht akzeptabel ist und schon gar nicht für einige Leute tragbar. Hier müssen soziale Aspekte berücksichtigt weden", so Mörk gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Weiters verwies sie darauf, dass der ORF als öffentlich-rechtlicher Sender einen Kulturauftrag hat und die österreichische Bevölkerung von diesem nicht ausgeschlossen werden darf, nur weil sie sich ein neues Gerät nicht leisten kann.

In diesem Zusammenhang befragt Mörk Schüssel in der Anfrage, warum keine ausreichenden Anstrengungen unternommen wurden, um die ÖsterreicherInnen über diese erhebliche Umstellung zu informieren, warum keine Gespräche mit dem ORF geführt wurden, damit dieser seiner Informationspflicht gegenüber seinen KundInnen nachkommt und in welchem Zeitplan diese Umstellung überhaupt erfolgen wird. Weiters fragt Mörk, welche Zusatzgeräte überhaupt für die Umrüstung geeignet sind und in welchem finanziellen Rahmen sich die Anschaffungskosten für diese bewegen. Zentral ist auch, dass nun, da man ja mit einem Fernseher nicht mehr automatisch ORF wird empfangen können, die Gebührenpflicht bei Verzicht auf digitalen ORF also entfallen wird. (Schluss) tg/mm

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