• 25.07.2006, 13:44:43
  • /
  • OTS0125 OTW0125

Mörk: Anfrage an Bundeskanzler Schüssel zur Umstellung auf ORF-Digital

Forderung von technischer und finanzieller Hilfestellung für die Umrüstung

Wien (OTS) - Eine Anfrage bezüglich der völlig mangelhaften
Information der KonsumentInnen über die digitale Umstellung des ORF
richtete die SPÖ-Bundesrätin Gabriele Mörk am Dienstag an
Bundeskanzler Schüssel. Mit Herbst dieses Jahres wird der ORF
sukzessive damit beginnen, das analoge Sendesignal abzuschalten und
auf das digitale Signal, genannt DVB-T umzustellen. Um damit den ORF
empfangen zu können, braucht man entweder ein Zusatzgerät, oder einen
völlig neuen Fernseher. Diese Umstellung wird die österreichische
Bevölkerung mit nicht unerheblichen finanziellen Belastungen
konfrontieren, denn ältere Fernsehgeräte werden nicht mehr in der
Lage sein, auch mit Zusatzgerät, bei der digitalen Umstellung ORF zu
empfangen.

"Die österreichische Bevölkerung wird hier mit einer Entscheidung
konfrontiert, wobei sie weder ausreichend informiert wird über die
Möglichkeiten und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, noch wie
und wer die finanzielle Mehrbelastung zu tragen hat. Immerhin müssen
einige Menschen in Österreich derzeit mit zwischen 100 und 150 Euro
zusätzlich rechnen. Dies ist eine Mehrbelastung, die nicht akzeptabel
ist und schon gar nicht für einige Leute tragbar. Hier müssen soziale
Aspekte berücksichtigt weden", so Mörk gegenüber dem Pressedienst der
SPÖ. Weiters verwies sie darauf, dass der ORF als
öffentlich-rechtlicher Sender einen Kulturauftrag hat und die
österreichische Bevölkerung von diesem nicht ausgeschlossen werden
darf, nur weil sie sich ein neues Gerät nicht leisten kann.

In diesem Zusammenhang befragt Mörk Schüssel in der Anfrage, warum
keine ausreichenden Anstrengungen unternommen wurden, um die
ÖsterreicherInnen über diese erhebliche Umstellung zu informieren,
warum keine Gespräche mit dem ORF geführt wurden, damit dieser seiner
Informationspflicht gegenüber seinen KundInnen nachkommt und in
welchem Zeitplan diese Umstellung überhaupt erfolgen wird. Weiters
fragt Mörk, welche Zusatzgeräte überhaupt für die Umrüstung geeignet
sind und in welchem finanziellen Rahmen sich die Anschaffungskosten
für diese bewegen. Zentral ist auch, dass nun, da man ja mit einem
Fernseher nicht mehr automatisch ORF wird empfangen können, die
Gebührenpflicht bei Verzicht auf digitalen ORF also entfallen wird.
(Schluss) tg/mm

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel