- 25.07.2006, 11:42:55
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Greenpeace und McDonalds erwirken Abholzungsstopp im Amazonasgebiet
Zweijahres-Moratorium auf Neurodungen für Sojaanbau
Wien (OTS) - Sao Paulo/Wien- Brasilianische Sojahändler haben
heute einen Kaufstopp für Soja aus neu abgeholzten Gebieten im
Amazonas beschlossen. Eine Greenpeace Studie zu den negativen
Umweltauswirkungen des Soja-Anbaus im Amazonas hat den Ball ins
Rollen gebracht. McDonalds und führende europäische
Lebensmittelkonzerne forderten gemeinsam mit Greenpeace deutliche
Schritte zur Vermeidung der Abholzung im Amazonas-Regenwald.
"Dieses Zweijahres-Moratorium ist ein schöner Erfolg für Greenpeace
und die Umwelt und ein großer Schritt hin zum Schutz des größten
Regenwaldgebietes der Erde.", freut sich Greenpeace-Sprecher Steffen
Nichtenberger. Durch den Anbau von Nutzpflanzen wie Soja geht im
Amazonas in jeder Minute eine Fläche in der Größenordnung von zehn
Fussballfeldern verloren.
Die US-Großhandelsriesen Cargill, ADM, Bunge, der französische
Dreyfus-Konzern und der brasilianische Amaggi wurden zusammen mit
weiteren brasilianischen Sojagroßhändlern an einen Tisch gebracht.
"Kernpunkt der Verhandlungen war eine Initiative von Greenpeace und
der Lebensmittelkonzerne, die Maßnahmen zur Unterstützung eines
brasilianischen Regierungsprogramms entwickelte. Die Ziele: Stopp der
Amazonas-Abholzung, verbesserte Kontrollen, der Schutz von bedrohten
Lebensräumen sowie des Landes der brasilianischen Ureinwohner",
erläutert Nichtenberger.
Damit die Selbstverpflichtung der Sojagroßhändler zu einem
Zweijahresmoratorium keine bloße Hinhaltetaktik bleibt, fordert
Greenpeace weiter deutliche Schritte zum Schutz des Amazonas und die
Aufrechterhaltung des Moratoriums, bis langfristige Vereinbarungen
mit der brasilianischen Regierung und der Industrie beschlossen sind.
Dennis Hennequin, Vorsitzender von McDonald's in Europa sagte:
"Wir bemühen uns bereits seit längerem kein Rindfleisch aus
abgeholzten Gebieten des Amazonas zu beziehen. Es war nur konsequent,
auch beim Kauf von Soja auf eine Linie mit dieser Politik zu gehen.
Wir sind entschlossen, zusammen mit unseren Lieferanten und der
brasilianischen Regierung, den Amazonas vor weiterer Zerstörung zu
bewahren."
Soja ist das gewinnbringendste Anbauprodukt in Brasilien und
zusammen mit Rinderzucht und illegaler Rodung größter Faktor bei der
Regenwaldabholzung. Gewaltsame Auseinandersetzungen auf illegal
abgeholztem Land sind keine Seltenheit. Ein Großteil des Soja wird
nach Europa exportiert, um Hühner, Schweine und Kühe zur
Fleischproduktion zu versorgen.
Rückfragehinweis:
Greenpeace CEE Thomas Hohenberger, Pressesprecher Tel.: (++43) 664 530 81 86 mailto:[email protected] Steffen Nichtenberger, 0664-6126703, mail to [email protected]
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