Weinzinger: Polittheater um Tiroler Frauenhaus auf Rücken der Betroffenen

Frauenministerin mitverantwortlich für Gewaltschutz von Frauen

Wien (OTS) - Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, richtet einen dringenden Appell an Frauenministerin Rauch-Kallat, das "billige Polittheater um das autonome Frauenhaus Tirol" zu beenden. Das Frauenhaus wurde bei der Mittelvergabe so schikaniert, dass das letzte Quartal 2006 nicht finanzierbar ist und nun das engültige Aus droht. Es sei "beschämend, wie hier mit kompetenten Einrichtungen, die seit Jahrzehnten im Bereich Gewaltschutz für Frauen tätig sind, umgesprungen wird", so Weinzinger.

Tirol sei laut Weinzinger bei der Ausstattung mit Plätzen für von Gewalt betroffene Frauen ohnehin äußerst schlecht bestückt und erreiche die vom Europäischen Parlament empfohlene Mindestausstattung von einem Wohnplatz pro 10.000 EinwohnerInnen bei weitem nicht, so Weinzinger weiter. Insgesamt gebe es in Tirol 41 Wohnplätze für von Gewalt betroffene Frauen, notwendig wären aber zumindest 67. "Es ist skandalös, dass die zuständigen PolitikerInnen das autonome Frauenhaus nur aus politischen Gründen aushungern und in seinem Bestand gefährden", kritisiert Weinzinger.

Rauch-Kallat ist als Frauenministerin mitverantwortlich für ausreichende Ressourcen im Bereich Gewaltschutz. Es sei allgemein entwürdigend, dass Einrichtungen zum Schutz von Frauen jedes Jahr bei der Politik "betteln" müssen, um auf niedrigstem Niveau überleben zu können. Weinzinger fordert die Frauenministerin auf, dafür zu sorgen, dass alle Bundesländer sich an der vorbildlichen Regelung im Burgenland und in Oberösterreich ein Beispiel nehmen und eine langfristige Finanzierung der Frauenhäuser gesetzlich verankern.

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