ARBÖ: Stauberater und Pannenfahrer müssen auch bei Hitze cool bleiben

Wien (OTS) - Sie steht in voller Motorradmontur bei mehr als 30
Grad im Schatten in der prallen Sonne, auf dem heißen Asphalt, mitten im Verkehrsstau, versorgt schwitzende Autofahrer mit Wasser, tröstet quengelnde Kinder, beruhigt aggressive Autofahrer - und das mehrere Stunden lang.

Die ARBÖ-Stauberaterin Renate Perfler bleibt jedoch stets cool bei ihrem "heißen Job".
"Die Hitze ist zwar manchmal drückend,. aber ich bin meist so vertieft in die Arbeit, dass ich gar nicht daran denke und dann merk ich's auch nimmer", erzählt die 41jährige Tirolerin über ihren Arbeitsalltag an extremen Hitzewochenenden.

Arbeitsbeginn ist Samstags um 9 Uhr Früh. "Der Dienst dauert so lange, wie ich gebraucht werde".
Freitag und Sonntags beginnt man um 13 Uhr. Wenn viel los ist dauert der Einsatz oft bis 19 Uhr.

Bereits zu Hause schlüpft Frau Perfler in ihre Motorradmontur. Das heißt: lange Hose, langärmelige Jacke, wadenhohe Lederstiefeln, Handschuhe und Sturzhelm. "Die Jacke ist Gott sei nicht aus Leder sondern aus atmungsaktiven Material. Ledermontur würdest nicht ertragen, das wäre wie ein Gummianzug", so Perfler. Dick müssen Jacke und Hose trotzdem sein, weil an exponierten Körperstellen (Ellbogen, Knie , Schuler und Rücken) Protectoren eingebaut sind. Das sind Platten, die bei Sturz und Aufprall vor Verletzungen schützen sollen.

Dann fährt die Stauberaterin zum ARBÖ Stützpunkt, wo die Staumotorräder warten, setzt den Helm auf, zieht Handschuhe an und ab geht's in den Stau.

"Die Hitze ist schon manchmal grausig", gesteht die erste weibliche ARBÖ-Stauberaterin. "Du gehst zu den Autos, der Asphalt flimmert, ausziehen kannst dich ja nicht, den Helm immer abnehmen zahlt sich oft nicht aus, weilst eh gleich wieder weiterfährst. Da schwitzt an Körperstellen, die ich gar nicht alle aufzählen will", schmunzelt Perfler.

Das oberste Hitze-Gebot gilt auch für die ausgebildete Notfallsanitäterin: trinken, trinken, trinken. "Manchmal vergess' ich drauf, obwohl ich das den Autofahrern immer wieder vorbete - tja, und dann kommt das Kopfweh".
Wieder daheim führt der erste Weg in die Dusche. Der Abend ist dann gelaufen, da heißt's nur mehr Couch, faulenzen, schlafen.

"Die Arbeit ist aber irrsinnig spannend und interessant, ich mach es gerne und das macht vieles wieder wett", so Perfler.

Auch die ARBÖ-Pannenfahrer verschwitzen täglich mehrere T-Shirts Für jeden einzelnen gibt es mehr zu tun als sonst. "Bei der extremen Hitze verzeichnen wir doppelt so viele Panneneinsätze wie an "normalen" Sommertagen", berichtet Anton Pferschy von der ARBÖ-Landesorganisation Wien. "Einsätze rund um die Uhr sind nicht ungewöhnlich, da wir auch urlaubende Kollegen vertreten und die durch die Touristenautos bedingte Mehrarbeit bewältigen müssen".

In den Pannenautos hat es bis zu 45 bis 55 Grad. Pannen pflegen auch nicht unter einem schattigen Plätzchen zu passieren, sondern meist mitten auf einer Straße, wo die Sonne in voller Brutalität herunterbrennt. Wenn die Pannenfahrer dann die Hitzeschäden vor Ort beheben, kommt ihnen von den geöffneten Motorhauben wieder ein Hitzeschwall entgegen. Dazu steigt die Verbrennungsgefahr, wenn direkt am erhitzen Motor gearbeitet werden muss.

Die für die kommenden Tage prognostizierten 37 Grad im Schatten lassen die ARBÖ-Pannenfahrer also ziemlich kalt.

Viel zu tun wird es kommendes Wochenende auch wieder für die Stauberater geben. Ihre Hauptseinsatzgebiete werden voraussichtlich auf den Transitrouten im Westen und Süden liegen, so der ARBÖ-Informationsdienst. Vorprogrammiert ist wie immer Stau auf der A10 Tauernautobahn. Vor dem Tauerntunnel auf der Tauernautobahn (A10) wird es bereits ab den frühesten Morgenstunden zu Blockabfertigung in Fahrtrichtung Süden kommen, .

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