- 20.07.2006, 09:33:13
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ARBÖ: Stauberater und Pannenfahrer müssen auch bei Hitze cool bleiben
Wien (OTS) - Sie steht in voller Motorradmontur bei mehr als 30
Grad im Schatten in der prallen Sonne, auf dem heißen Asphalt, mitten
im Verkehrsstau, versorgt schwitzende Autofahrer mit Wasser, tröstet
quengelnde Kinder, beruhigt aggressive Autofahrer - und das mehrere
Stunden lang.
Die ARBÖ-Stauberaterin Renate Perfler bleibt jedoch stets cool bei
ihrem "heißen Job".
"Die Hitze ist zwar manchmal drückend,. aber ich bin meist so
vertieft in die Arbeit, dass ich gar nicht daran denke und dann merk
ich's auch nimmer", erzählt die 41jährige Tirolerin über ihren
Arbeitsalltag an extremen Hitzewochenenden.
Arbeitsbeginn ist Samstags um 9 Uhr Früh. "Der Dienst dauert so
lange, wie ich gebraucht werde".
Freitag und Sonntags beginnt man um 13 Uhr. Wenn viel los ist dauert
der Einsatz oft bis 19 Uhr.
Bereits zu Hause schlüpft Frau Perfler in ihre Motorradmontur.
Das heißt: lange Hose, langärmelige Jacke, wadenhohe Lederstiefeln,
Handschuhe und Sturzhelm. "Die Jacke ist Gott sei nicht aus Leder
sondern aus atmungsaktiven Material. Ledermontur würdest nicht
ertragen, das wäre wie ein Gummianzug", so Perfler. Dick müssen Jacke
und Hose trotzdem sein, weil an exponierten Körperstellen (Ellbogen,
Knie , Schuler und Rücken) Protectoren eingebaut sind. Das sind
Platten, die bei Sturz und Aufprall vor Verletzungen schützen sollen.
Dann fährt die Stauberaterin zum ARBÖ Stützpunkt, wo die
Staumotorräder warten, setzt den Helm auf, zieht Handschuhe an und ab
geht's in den Stau.
"Die Hitze ist schon manchmal grausig", gesteht die erste
weibliche ARBÖ-Stauberaterin. "Du gehst zu den Autos, der Asphalt
flimmert, ausziehen kannst dich ja nicht, den Helm immer abnehmen
zahlt sich oft nicht aus, weilst eh gleich wieder weiterfährst. Da
schwitzt an Körperstellen, die ich gar nicht alle aufzählen will",
schmunzelt Perfler.
Das oberste Hitze-Gebot gilt auch für die ausgebildete
Notfallsanitäterin: trinken, trinken, trinken. "Manchmal vergess' ich
drauf, obwohl ich das den Autofahrern immer wieder vorbete - tja, und
dann kommt das Kopfweh".
Wieder daheim führt der erste Weg in die Dusche. Der Abend ist dann
gelaufen, da heißt's nur mehr Couch, faulenzen, schlafen.
"Die Arbeit ist aber irrsinnig spannend und interessant, ich mach
es gerne und das macht vieles wieder wett", so Perfler.
Auch die ARBÖ-Pannenfahrer verschwitzen täglich mehrere T-Shirts
Für jeden einzelnen gibt es mehr zu tun als sonst. "Bei der extremen
Hitze verzeichnen wir doppelt so viele Panneneinsätze wie an
"normalen" Sommertagen", berichtet Anton Pferschy von der
ARBÖ-Landesorganisation Wien. "Einsätze rund um die Uhr sind nicht
ungewöhnlich, da wir auch urlaubende Kollegen vertreten und die durch
die Touristenautos bedingte Mehrarbeit bewältigen müssen".
In den Pannenautos hat es bis zu 45 bis 55 Grad. Pannen pflegen
auch nicht unter einem schattigen Plätzchen zu passieren, sondern
meist mitten auf einer Straße, wo die Sonne in voller Brutalität
herunterbrennt. Wenn die Pannenfahrer dann die Hitzeschäden vor Ort
beheben, kommt ihnen von den geöffneten Motorhauben wieder ein
Hitzeschwall entgegen. Dazu steigt die Verbrennungsgefahr, wenn
direkt am erhitzen Motor gearbeitet werden muss.
Die für die kommenden Tage prognostizierten 37 Grad im Schatten
lassen die ARBÖ-Pannenfahrer also ziemlich kalt.
Viel zu tun wird es kommendes Wochenende auch wieder für die
Stauberater geben. Ihre Hauptseinsatzgebiete werden voraussichtlich
auf den Transitrouten im Westen und Süden liegen, so der
ARBÖ-Informationsdienst. Vorprogrammiert ist wie immer Stau auf der
A10 Tauernautobahn. Vor dem Tauerntunnel auf der Tauernautobahn (A10)
wird es bereits ab den frühesten Morgenstunden zu Blockabfertigung in
Fahrtrichtung Süden kommen, .
Rückfragehinweis:
ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Astrid Kasparek
Tel.: (++43-1) 89121-240
mailto:[email protected]
http://www.arboe.at
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