Grossmann fordert Wahlaltersenkung: "Junge Menschen endlich an politischen Entscheidungsprozessen teilhaben lassen"

"Bürgerliches Trauerspiel beenden"

Wien (sk) - Am ersten Oktober werde über die weitere Zukunft des Landes entschieden - da sei es hoch an der Zeit, "das bürgerliche Trauerspiel endlich zu beenden", betonte SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann am Freitag im Nationalrat. Die SPÖ trete - auch mit einem eingebrachten Entschließungsantrag -vehement für eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ein, es gelte, "junge Menschen endlich an den politischen Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen", so Grossmanns klare Absage daran, dass die Regierung "junge Menschen davon ausschließt, ihre politische Vertretung zu wählen". Die Regierungsparteien hätten die Jugend "jahrelang ihrer Chancen beraubt", so Grossmann mit Blick auf die erschreckend hohe Jugendarbeitslosigkeit und den "Kahlschlag in der Bildungspolitik". Das sei Teil der "wahren Bilanz", die mit der von der Regierung ausgegebenen "Lobhudelbilanz" scharf kontrastiere. ****

Während man den Jugendlichen Pflichten und Verantwortlichkeiten relativ früh zutraue, lasse man sich bei den Rechten Zeit, ortete Grossmann ein "demokratiepolitisches Defizit". Obwohl auf Bundesebene mit den Themen Arbeitsmarkt und Bildung auch über die Zukunft der Jugend entschieden werde, schreckten die Regierungsparteien offenbar aufgrund ihres "schlechten Gewissens" vor einer Senkung des Wahlalters zurück. Mit Verweis auf eine SORA-Studie machte die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin abschließend klar, dass eine Wahlaltersenkung "das Interesse an Politik steigert". (Schluss) mb

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