• 14.07.2006, 15:38:18
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Grossmann fordert Wahlaltersenkung: "Junge Menschen endlich an politischen Entscheidungsprozessen teilhaben lassen"

"Bürgerliches Trauerspiel beenden"

Wien (sk) - Am ersten Oktober werde über die weitere Zukunft des
Landes entschieden - da sei es hoch an der Zeit, "das bürgerliche
Trauerspiel endlich zu beenden", betonte SPÖ-Kinder- und
Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann am Freitag im Nationalrat. Die
SPÖ trete - auch mit einem eingebrachten Entschließungsantrag -
vehement für eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre ein, es gelte,
"junge Menschen endlich an den politischen Entscheidungsprozessen
teilhaben zu lassen", so Grossmanns klare Absage daran, dass die
Regierung "junge Menschen davon ausschließt, ihre politische
Vertretung zu wählen". Die Regierungsparteien hätten die Jugend
"jahrelang ihrer Chancen beraubt", so Grossmann mit Blick auf die
erschreckend hohe Jugendarbeitslosigkeit und den "Kahlschlag in der
Bildungspolitik". Das sei Teil der "wahren Bilanz", die mit der von
der Regierung ausgegebenen "Lobhudelbilanz" scharf kontrastiere. ****

Während man den Jugendlichen Pflichten und Verantwortlichkeiten
relativ früh zutraue, lasse man sich bei den Rechten Zeit, ortete
Grossmann ein "demokratiepolitisches Defizit". Obwohl auf Bundesebene
mit den Themen Arbeitsmarkt und Bildung auch über die Zukunft der
Jugend entschieden werde, schreckten die Regierungsparteien offenbar
aufgrund ihres "schlechten Gewissens" vor einer Senkung des
Wahlalters zurück. Mit Verweis auf eine SORA-Studie machte die
SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin abschließend klar, dass eine
Wahlaltersenkung "das Interesse an Politik steigert". (Schluss) mb

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at

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